3.1 Stand der Technik und Innovationspotenziale im Ländervergleich Deutschland, Polen und Tschechische Republik

Dr. Stefan Vorbach

   
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Im Interesse einer mittel- bis langfristigen Absicherung des Unternehmensbestandes sind Unternehmen gezwungen, umweltorientierte Strategien zu entwickeln. Die Anpassungsfähigkeit an die sich ändernden Rahmenbedingungen bedarf vielfach Neuerungen im Bereich der Produktions- und Prozeßtechnologie, der betrieblichen Organisation sowie bei den Geschäftsbeziehungen. Zum Teil wird der nicht unberechtigte Einwand erhoben, dass sich betrieblicher Umweltschutz bislang v. a. als "Reparaturbetrieb" versteht, bei dem oftmals nur versucht wird, die beim Herstellungsprozeß bereits entstandenen Emissionen durch technische Neuerungen zu "beseitigen". Die Verringerung der Umweltwirkungen eines Unternehmens kann bei grundsätzlichem Festhalten am Produktionsprogramm aber oftmals nur durch Neuerungen im Bereich der Produktions- und Prozeßtechnologie erfolgen.
Ausgangspunkt umweltorientierter Prozeßinnovationen stellt der jeweils dokumentierte Stand der Technik dar. Neuerungen müssen nach gängiger Auffassung den Stand der Technik mindestens erfüllen, eher aber den Stand der Technik überschreiten. Werden neue Lösungen als Stand der Technik anerkannt, so entwickeln sie sich zusehends - unabhängig von ihren positiven Umweltwirkungen - in Richtung "traditioneller" Produktionsverfahren. Die Begriffsklärung zum Stand der Technik und zur besten verfügbaren Technologie erfordert einen Blick in die deutschen und europäischen Rechtsvorschriften.