4.1 Umweltbilanzierung

1) Zur Erstellung von Umweltbilanzen wird der notwendige Stoffeinsatz mittels stöchiometrischer Rechnungen/ Beziehungen zwischen Input- und Outputgrößen ermittelt. Für diese Rechnungen/ Beziehungen benötigt man aus dem Periodensystem der Elemente:
a) den Elektronegativitätswert.
b) die Ordnungszahl.
c) die Atommasse.


2) Kuppelprodukte sind:
a) verschiedene Erzeugnisse (Haupt- und Nebenprodukte), die aus dem selben Ausgangsmaterial im gleichen Produktionsprozess zwangsläufig entstehen (z.B. Gasherstellung aus Kohle mit dem Nebenprodukt Koks).
b) Erzeugnisse mit substitutionaler Produktionsfunktion (z.B. Benzin oder Diesel).
c) unterschiedliche Erzeugnisse mehrstufiger Fertigungsprozesse (Hauptprodukte), die ohne eindeutige Nebenprodukte entstehen.


3) Die Prozessbilanzierung nutzt die Erkenntnisse der Elementekombination der Kostentheorie, indem sie:
a) die Erträge aus den kombinierten volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren Arbeit, (Real-)Kapital und Boden als Einkommen an diese Faktoren verteilt.
b) mit der Ermittlung der technisch effizienten Kombination der Faktoren (Input bzw. Faktoreinsatz) zugleich die kostenminimale Faktorkombination ermittelt.
c) eindeutige Beziehungen zwischen technischer Leistung (in den Teileinheiten eines Betriebes) und erzeugter Produktmenge pro Zeiteinheit voraussetzt bzw. nutzt.


4) Innerhalb der Umweltbilanzierung ist die Technikfolgeabschätzung zuordenbar zu den:
a) Wirkungsbilanzen.
b) Prozessbilanzen.
c) Stoff- und Energiebilanzen.


5) Der sog. ökologische Rucksack von Produkten beschreibt:
a) die (negativen) Umweltauswirkungen von Produkten durch ihre Inputs und Outputs, einschließlich ihrer Vor-, Zwischen und Kuppelprodukte sowie der nicht- erwünschten Rückstände.
b) den (negativen) Öko- Bonus, der in Form umweltbezogener Steuern und Gebühren besteht und den Produktpreis belastet (z.B. Mineralölsteuer, Stromsteuer, Abgaben und Gebühren der Wasserwirtschaft).
c) erhöhte Abschreibungen für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die unmittelbar und zu mehr als 70 % dem Umweltschutz dienen sowie die erhöhte steuerliche Absetzung von nachträglichen Herstellungskosten an Wirtschaftsgütern aus Umweltschutzgründen und von Zuschüssen für Mitbenutzungsrechte an Umweltschutzanlagen.


6) Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz in Deutschland:
a) schreibt die Erstellung von Stoff- und Energiebilanzen im § 6 "Stoffliche und energetische Verwertung" verbindlich vor.
b) nregelt die Aufstellung von Abfallwirtschaftsplänen durch die Selbstverwaltungskörperschaften der Wirtschaft, z.B. durch die IHK.
c) verpflichtet zu Erstellung von Abfallbilanzen (für überwachungsbedürftige und besonders überwachungsbedürftige Abfälle) und von Abfallwirtschaftskonzepten (ab einem bestimmten jährlichen Mengenanfall).


7) Ein Ökokontenrahmen ist eine:
a)

Rahmenvorschrift des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, die für die betriebsinterne Entwicklung des Kontenplans empfohlen wird und gleichermaßen Bilanzrecht und Umweltrecht berücksichtigt.

b) zeitraumbezogene, systematische Übersicht über alle umweltrelevanten Inputs und Outputs, einschließlich der Bodennutzung bzw. Flächeninanspruchnahme in Mengeneinheiten und erhobenen Kosten.
c) Methode der (umweltorientierten) Gewinnermittlung (Umsatzerlöse minus Wiederbeschaffungskosten für alle verbrauchten Kostengüter), bei der stets die umweltbewusste (meist teuere) Alternative eines Kostenguts angesetzt wird.


8) Im Bilanzsystem eines Unternehmens wird der Inputfaktor "Energie" behandelt als:
a) Betriebsstoff.
b) Rohstoff.
c) Hilfsstoff.



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