4.6 Ökologieorientiertes Marketing

1) Marketing hat die Ausschöpfung von Marktpotenzialen und Absatzpotenzialen zum Ziel. Was beinhalten diese unterschiedlichen Begriffe ?
a) Marktpotenzial = erreichte bzw. erwartete Absatzmenge einer Branche / Absatzpotenzial = erreichte bzw. erwartete Ansatzmenge eines Unternehmens.
b) Marktpotenzial = Verhältnis von Marktvolumen zu Absatzvolumen / Absatzpotenzial = reziproker Wert des Marktpotenzials.
c) Marktpotenzial = potenzielle Absatzmengen eines Produkts auf einem bestimmten Markt / Absatzpotenzial = maximal möglicher Anteil, den ein Unternehmen am Marktpotenzial erreichen kann.


2) Im Ökomarketing werden Ziele mit direkter und indirekter Umweltwirkung unterschieden. Wozu gehören: Erhöhung des Anteils alternativer Energie am Gesamtenergieverbrauch, Öko- Werbung und Produktinformation, Erhöhung der Verwertungsquote und umweltorientierter Kundendienst ?
a) direkte Umweltziele = Erhöhung der Verwertungsquote, umweltorientierter Kundendienst / indirekte Umweltziele = Erhöhung des Anteils alternativer Energie am Gesamtenergieverbrauch, Öko- Werbung und Produktinformation.
b) direkte Umweltziele = Erhöhung des Anteils alternativer Energie am Gesamtenergieverbrauch, Erhöhung der Verwertungsquote / indirekte Umweltziele = Öko- Werbung und Produktinformation, umweltorientierter Kundendienst.
c) direkte Umweltziele = Öko- Werbung und Produktinformation, umweltorientierter Kundendienst / indirekte Umweltziele = Erhöhung des Anteils alternativer Energie am Gesamtenergieverbrauch, Erhöhung der Verwertungsquote.


3) Das staatliche Umweltzeichen ist in Deutschland der "Blaue Engel". Dieses Zeichen ist durch folgende Aspekte charakterisiert:
a) bislang an fast 100.000 Produkte von der Stiftung WARENTEST vergeben / ca. 90 % der Bevölkerung kennen den "Blauen Engel" / trotz bestehender Möglichkeit wurde es bisher von ausländischen Unternehmen nicht in Anspruch genommen.
b) bislang an ca. 10.000 Produkte vom Umweltbundesamt vergeben / ca. 70 % der Bevölkerung kennen das Zeichen / es besteht keine Möglichkeit für ausländische Unternehmen, ihre Produkte mit dem "Blauen Engel" zu kennzeichnen.
c) bislang an mehr als 4.000 Produkte von einer Auswahlinstitution (unabhängige Jury) und dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung vergeben / ca. 50 % der Bevölkerung kennen das Zeichen / ausländische Zeichennehmer halten einen Anteil von ca. 17 %.


4) Zum ökologieorientierten Marketing gehört eine entsprechende Preispolitik für Öko- Produkte, die als Möglichkeit zur Absatzsteuerung auch auf Rabatte (a), Boni (b) und Skonti (c) zurückgreift. Worum handelt es sich dabei ?
a) Dabei handelt es sich um Preisnachlässe auf die (Brutto-)Absatzpreise als Funktions-, Mengen- und Zeitrabatte (a), um Rabatte an Groß- und Dauerabnehmer (b) und um Barzahlungsrabatte bei vorfristiger Zahlung des Kaufpreises (c).
b) Dabei handelt es sich um Mengenrabatte auf Einzelbestellungen (a) oder Periodenbestellungen (b) sowie um Einführungs-, Auslauf- und Nebensaisonrabatte (c).
c) Dabei handelt es sich um Liefer- und Zahlungsbedingungen, die Vergünstigungen für den Verkäufer oder Käufer einräumen z.B. bei Mindestabnahmemengen (a), Übernahme von Fracht- und Versicherungskosten (b) sowie von Sicherstellungskrediten und Exportgarantien (c).


5) Bei einer "ökologischen Internalisierung" sind im Zusammenhang mit nationalen und internationalen Unternehmen:
a) Die Umweltstandards in internationalen und nationalen Unternehmen gleich hoch.
b) die Umweltstandards in internationalen Unternehmen niedriger als in nationalen Unternehmen.
c) die Umweltstandards in internationalen Unternehmen höher als in nationalen Unternehmen.


6) Arbitragegeschäfte tragen zur ökologischen Externalisierung bei, d.h.:
a) die Ausnutzung bestehender Preisunterschiede (für die gleiche Menge gleichartiger Güter) auf räumlich (Kassamärkte) oder zeitlich (Terminmärkte) getrennten Märkten (billiger Einkauf und teurer Verkauf) erhöht die Nachfrage nach kostengünstigeren Gütern, die von internationalen Unternehmen (mit der Möglichkeit der Standortwahl bzw. -verlagerung in Länder mit relativ niedrigeren Umweltstandards) besser bedient werden kann als von nationalen Unternehmen.
b) die Ausnutzung absoluter und komparativer Kostenvorteile (die jedes Land für sich in Anspruch nehmen will) führt mit zunehmender Liberalisierung der Märkte zur Spezialisierung auf jene Güter, die (in Herstellung bzw. Anbau) im Hinblick auf die Einhaltung von Umweltstandards den geringsten Aufwand erfordern.
c) die Ausnutzung des Bestehens technologischer Lücken in der Einführungsphase eines Produkts führt zur Produktmengenexpansion in entwickelten Ländern und zu einer monopolähnlichen Stellung von Unternehmen (und einer Verlängerung dieser Stellung in das relativ geringer entwickelte Ausland) ohne ausreichende Berücksichtigung von Umweltstandards.


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