ISBN:3540037039
TITLE:Positive Verpflichtungen der Staaten in der Europischen
Menschenrechtskonvention
AUTHOR: Drge
TOC:

Einleitung 1
I. Positive Verpflichtungen als Ausdruck der Schutzfunktion des Staates 1

II. Begriff der positiven Verpflichtungen 4
III. Unterteilungen der positiven Verpflichtugen 6
IV. Herleitung der positiven Verpflichtungen 8
V. Reichweite der positiven Verpflichtungen 9
VI. Prfungsstruktur der positiven Verpflichtungen 10
Erstes Kapitel: Die horizontale Dimension der positiven Verpflichtungen 11
I. Rechtsprechung zu den Schutzpflichten im Rahmen der einzelnen
Konventionsrechte 13
1. Der Schutz des Privat- und Familienlebens als weitestes Recht mit
Schutzwirkung (Artikel 8 EMRK) 13
a) Der Schutz der krperlichen Integritt 13
b) Schutz der Privatsphre vor ffentlichen Meinungsuerungen und
Beleidigung 16
c) Schutz vor Umweltbeeintrchtigungen 18
d) Positive Verpflichtungen als Ausdruck des Wortlauts des Artikel 8? 22
2. Schutzwirkung der Religionsfreiheit (Artikel 9 EMRK)? 24
a) Ausdrcklich behandelte Schutzpflichten 24
b) Indizien fr Schutzpflichten in weiteren Urteilen? 27
3. Schutz negativer Gewerkschaftsfreiheit und Schutz von Demonstrationen
(Artikel 11 EMRK) 30
a) Der Schutz der negativen Gewerkschaftsfreiheit als Beispiel einer
Schutzpflicht im Abhngigkeitsverhltnis 31
b) Grenzen des Schutzes der negativen Gewerkschaftsfreiheit 33
c) Versammlungsfreiheit 37
4. Schutz der Meinungsfreiheit des Individuums und der Presse vor grerer
sozialer Macht (Artikel 10 EMRK) 37
a) Meinungsfreiheit im Arbeitsverhltnis 38
b) Schutzpflichten zur Erhaltung der Meinungsvielfalt 40
5. Schutz vor Diskriminierung durch Private (Artikel 14 EMRK)? 41
6. Gesetzlicher und prventiver Schutz des Lebens (Artikel 2 EMRK) 43
a) Umfang des Lebensschutzes und Pflicht zur Bestrafung 44
b) Vorbemerkung: Die Entwicklung von prventiven Organisationspflichten zum
Schutz vor staatlichen Eingriffen: die McCann-Rechtsprechung 45
c) Schutz des Lebens vor privaten Eingriffen 48
7. Schutz der physischen und psychischen Integritt vor Eingriffen Dritter
(Artikel 3 EMRK) 51
8. Verfahrensrechtlicher Schutz im Mietverhltnis: Art. 1 des 1.
Zusatzprotokolls 52
9. Schutz vor privaten Beeintrchtigungen in Artikel 4, 5 und 6 EMRK 53
a) Artikel 4 53
b) Artikel 5 54
c) Artikel 6 55
10. Fazit 55
II. Besondere Fragen des verfahrensrechtlichen Aspekts der Schutzpflichten
58
1. Verallgemeinerung des verfahrensrechtlichen Schutzes gegen Eingriffe
Dritter?  58
2. Horizontale Wirkung des Artikel 13 EMRK? 59
3. Fazit 61
III. Untersuchungspflichten als Aspekt der horizontalen positiven
Verpflichtung 62
1. Untersuchungspflicht als Teil der negativen und der positiven
Verpflichtungen 62
2. Umfang der Untersuchungspflicht 65
3. Untersuchungspflicht und effektives Strafsystem 70
IV.Der Staat als Adressat der Schutzpflichten 71
1. Abgrenzung von negativen und positiven Verpflichtungen im Rahmen der
horizontalen Dimension 72
a) Anstze der Rechtsprechung 72
b) Zurechnung privaten Handelns oder eigene positive Verpflichtungen des
Staates 75
c) Bewertung 77
2. Die Pflichten der einzelnen Gewalten 79
V. Zusammenfassung 83
Zweites Kapitel: Die soziale Dimension der positiven Verpflichtungen 85
I. Die Pflicht zur Ausgestaltung der Konventionsrechte durch staatliche
Gesetze 87
1. Rechte, die einer Ausgestaltung durch den Gesetzgeber immer bedrfen 88
2. Die Pflicht zur Ausgestaltung des Rechts auf Familienleben- und Privatleben in Art. 8 EMRK 90
a) Anerkennung eines Familienlebens bei nichtehelichen Kindern 91
b) Der Schutz des Privatlebens 94
3. Erweiterung der Pflicht auf gesetzliche Ausgestaltung auf andere Rechte? 96
4. Formelle Ausgestaltung und materielle Vorgabe 98
II. Positive Verpflichtungen als soziale Mindeststandards 100
1. Das Airey-Urteil und die Ablehnung einer Trennung von brgerlichen und politischen Rechten einerseits und wirtschaftlichen und sozialen Rechten andererseits 101
2. Das Recht auf Bildung als Recht auf Teilhabe und Recht auf einen Mindeststandard (Art. 2 1. Zusatzprotokoll) 104
3. Der Schutz vor unmenschlicher und erniedrigender Behandlung als Ausdruck der Menschenwrde und sozialer Mindeststandard (Artikel 3 EMRK) 108
a) Soziale Not 109
b) Krankheit 114
c) Artikel 3 als Pflicht zum Schutz der Menschenwrde 119
d) Verfahrensrechte gegen die Sorgfaltspflichtverletzung des Staates 122
4. Sozialer Schutz des Privat- und Familienlebens (Artikel 8 EMRK)? 123
a) Schutz der Gesundheit 123
b) Familiennachzug/Aufenthaltsrecht fr "Kinder der zweiten Generation"?
125
c) Recht auf Wohnung? 128
d) Das Privatleben von behinderten Personen 133
e) Positive Verpflichtung zum Schutz von Minderheiten? 134
f) Recht auf eine saubere Umwelt? 135
g) Die potentielle Reichweite des Schutzbereichs des Art. 8 und die
sozialen Verpflichtungen 136
5. Schutz des menschenwrdigen Lebens in Artikel 2 EMRK? 138
6. Teilhabe an den Mglichkeiten zur Meinungsuerung (Artikel 10 EMRK) 140
7. Kein Recht auf Sozialhilfe (Artikel 1 des 1. Zusatzprotokolls) 142
8. Leistungsansprche von Strafgefangenen 143
9. Rechte auf positive Diskriminierung (Artikel 14 EMRK)? 146
10. Einwnde gegen soziale Mindeststandards 147
11. Fazit 154
III. Auskunftspflichten 158
1. Informationspflicht bei staatlichem Eingriff 158
2. Informationspflicht im sozialen Bereich 159
a) Einsicht in persnliche Akten 159
b) Umweltinformation 161
3. Offene Fragen im Bereich des Zugangs zu Information 164
4. Fazit 165
IV. Untersuchungspflichten im sozialen Bereich 166
V. Abgrenzung von negativen und positiven Verpflichtungen im Rahmen der
sozialen Dimension 167
1. Problematik von Tun und Unterlassen 168
2. Mgliche Lsungsanstze 169
3. Bewertung 171
4. Beispiele aus der Rechtsprechung 172
VI. Zusammenfassung 175
Drittes Kapitel: Positive Verpflichtungen und Grundrechtsverstndnisse 179
I. berblick ber die Begrndungsanstze des Gerichtshofs 181
1. Begrndungsanstze in der frhen Praxis 181
2. Sptere Praxis 183
II. Theoretische Anstze fr die positiven Verpflichtungen 187
1. Positive Verpflichtungen als Ausdruck einer objektiven Werteordnung? 189
a) Objektive Dimension in der Rechtsprechung 190
b) Objektive Dimension und positive Verpflichtungen? 192
2. Positive Verpflichtungen und institutionelle Grundrechtstheorie 192
a) Institutionelles Grundrechtsverstndnis in der Rechtsprechung 193
b) Institutionelles Grundrechtsverstndnis und positive Verpflichtungen? 194
3. Liberales, soziales und multidimensionales Grundrechtsverstndnis 196
a) Die Verknpfung von staatlichem und gesellschaftlichem Wirkungskreis 197
aa) Die Trennung von staatlicher und gesellschaftlicher Sphre zum Schutz des Individuums 197
bb) Jngere Kritik an der Gegenberstellung von Staat und Gesellschaft 198
cc) Verzweigung der Ebenen 202
b) Die Verflechtung von horizontalem und sozialem Aspekt der Grundrechte 205
aa) Industrialisierung und soziale Forderungen 207
bb) Soziales Sicherheitsverstndnis 208
c) Multidimensionales und pluralistisches Grundrechtsverstndnis 211
4. Positive Verpflichtungen in der EMRK als Ausdruck eines liberalen, sozialen und multidimensionalen Grundrechtsverstndnisses 215
a) Liberales Grundrechtsverstndnis in der EMRK 216
b) Soziales Grundrechtsverstndnis 217
c) Positive Verpflichtungen als Ausdruck der Verflechtung der Grundrechtsdimensionen und der Multidimensionalitt der Schutzrichtungen 217
aa) Vervielfltigung der Schutzrichtungen der Konventionsrechte 219
bb) Vielfalt und prozessuale Ausgestaltung der Konventionsrechte 222
III. Zusammenfassung 223
Viertes Kapitel: Positive Verpflichtungen und Auslegungsgrundstze der EMRK 227
I. Effektivittsgrundsatz und Evolutive Auslegung 228
1. Das Prinzip der effektiven Auslegung 229
2. Das Prinzip der evolutiven Auslegung 232
II. Historische Auslegung 235
III. Wortlaut 239
1. Der Wortlaut des Art. 1 EMRK 240
2. Schutzpflichten 241
3. Soziale Rechte 242
4. Rechte, aus denen sich wegen des Wortlauts keine positiven Verpflichtungen ergeben knnen 242
5. Verhltnis von Wortlaut und Effektivittsgrundsatz 243
IV Systematische Auslegung 244
V Rechtsvergleichung 244
1. Die Figur des gemeinsamen europischen Standards 246
2. Schutzpflichten 251
3. Rechte auf gesetzliche Ausgestaltung 256
4. Soziale Rechte 259
5. Schlufolgerungen 267
VI. Vergleich mit anderen Menschenrechtsabkommen 268
1. Europische Sozialcharta 269
2. Der Internationale Pakt ber brgerliche und politische Rechte 275
3. Die Amerikanische Menschenrechtskonvention 279
4. Schlufolgerungen 284
VII. Zusammenfassung 284
Fnftes Kapitel: Reichweite der positiven Verpflichtungen 287
I. Positive Verpflichtungen als Sorgfaltspflichten 289
1. Ergebnis-, Verhaltens- oder Prventionspflichten? 289
2. Vlkerrechtliche due diligence-Pflichten 291
II. Staatliche Garantenstellung? 294
1. Garantenstellung als Eingrenzungsmastab fr die staatliche Verantwortlichkeit 294
2. Die Steuerungsmglichkeiten der Verwaltung als Eingrenzungskriterium 296
a) Grundsatz der Konkretisierbarkeit der Grundrechtsbeeintrchtigung 296
b) Konkretisierung des Risikos bei konkreten prventiven Manahmen 298
c) Staatliche Untersttzung einer privaten Verletzung 300
d) Garantenstellung aufgrund staatlicher Ingerenz 302
e) Fazit 303 
3. Steuerungsmglichkeiten des Gesetzgebers als Eingrenzungskriterium? 304
a) Staatliche Regelung als Eingrenzungskriterium? 304
b) Staatliche Aufgaben als Eingrenzungskriterium? 306
III. Stufen der positiven Verpflichtungen 307
1. Abwgungsregeln fr die Reichweite der positiven Verpflichtungen: der
Verhltnismigkeitsgrundsatz 309
2. Abstufungen der positiven Verpflichtungen, insbesondere der legislativen
Pflichten 313
a) Ausweichmglichkeiten, verfahrensrechtliche Pflichten 315
aa) Rahmen fr nebeneinander bestehende Grundrechtsausbungen 315
bb) Ausweichmglichkeit bei ungleichen Machtkonstellationen und
Abhngigkeitsverhltnissen 320
cc) Ausweichmglichkeit vor Situationen sozialer Not 322
dd) "Kinder und andere schutzlose ("vulnerable")Personen" 322
b) Verbot und sozialer Mindeststandard 325
aa) Verbot einer privaten Grundrechtsbeeintrchtigung 325
bb) Sozialer Minimalstandard 328
cc) Verbot/Schutz vor sogenannter Selbstgefhrdung? 329
c) Strafsanktion 331
3. Allgemeine Frderungsmanahmen? 333
4. Ergnzende Pflichten der Verwaltung und der Gerichte 333
IV. Zusammenfassung 335
Sechstes Kapitel: Zur Prfungsstruktur von negativen und positiven
Verpflichtungen 337
I. Annherung der Prfungsstrukturen in der Rechtsprechung 338
II. Spiegelverkehrte Prfungsstrukturen der negativen und der positiven
Verpflichtungen? 345
1. Schutzbereich 345
2. Beeintrchtigung 346
3. Einschrnkungsziele? 347
4. Gesetzesvorbehalt? 349
5. Verhltnismigkeit 352
6. Ergebnis 354
III. Der Beurteilungsspielraum des Staates bei negativen und positiven
Verpflichtungen 356
1. Beurteilungsspielrum bei negativen Verpflichtungen 357
2. Beurteilungsspielrum bei den positiven Verpflichtungen 359
a) Entwicklung der Prfung in der Rechtsprechung 360
aa) Annherung der Prfungen durch den "fairbalance"-Test 361
bb) Widersprche bei der Beurteilung gleichgelagerter Flle 363
cc) Ausdrckliche Annahme eines weiten Spielraums 364
dd) Keine ausdrckliche Annahme eines weiten Spielraums 365
b) Bewertung 367
IV. Zusammenfassung 370
Schlubemerkungen 373
Summary 379
Literaturverzeichnis 393
Sachregister 427
END

