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Ein Autovermietungs-Unternehmen hat in Murkelstadt (unikaler Stadtcode „MUR“, 12.000 Einwohner)
noch keine Vermietstation, betreibt aber
beispielsweise in Gigantow (Stadtcode „GIG“, 675.000
Einwohner) bereits fünf Vermietstationen. Die Vermietstationen, die in ein und derselben Stadt
liegen, werden durch eine laufende Nummer voneinander unterschieden. Die Vermietstation in Gigantow mit
der laufenden Nummer 3 befindet sich in der Riesenstraße
100 (PLZ 98765); sie hat 13 Mitarbeiter.
Das Unternehmen vermietet Autos grundsätzlich nur nach
vorheriger Reservierung. Bei einer Reservierung, die stets von genau einer Vermietstation vorgenommen wird, kann der Kunde, über den
Name und Anschrift gespeichert werden und der durch seine Führerschein-Nummer
identifiziert werden kann, eine Autokategorie auswählen.
Die Autokategorie „A“ hat einen Grundtarif von 45 Euro/Tag und einen Kilometerpreis von 0,25 Euro/km. Sie umfasst unter
anderen die Autotypen „Seat Arosa“ (Benzinverbrauch 5,0 l/100 km)
und „Fiat Cinquecento“ (Benzinverbrauch 4,5 l/100 km). Zu jedem
Autotyp werden die Extraausstattungen gespeichert,
die für diesen Autotyp prinzipiell möglich sind. Für einen „Seat Arosa“ ist
beispielsweise die Extraausstattung „Schiebedach“
für einen Aufpreis von 9 Euro/Tag erhältlich. Für den „Fiat Cinquecento“
beträgt der Aufpreis für die Extraausstattung
„Schiebedach“ 10 Euro/Tag. Jede Vermietstation
vergibt für die von ihr vorgenommenen Reservierungen jeweils eine laufende
Nummer. Für jede dieser Reservierungen wird das gewünschte Anfangs- und
Enddatum festgehalten.
Eine Reservierung kann zu einem Mietvertrag führen,
der bei der Übergabe eines Autos abgeschlossen wird. Ein Mietvertrag ist dann
durch die zugehörige Reservierung eindeutig gekennzeichnet. Zum Mietvertrag
wird der Kilometerstand bei der Übergabe und später der Kilometerstand bei der
Rückgabe festgehalten. Außerdem wird festgelegt, welches konkrete Auto
Gegenstand des Mietvertrags ist. Da es sehr häufig vorkommt, dass Reservierungen
nicht zu einem Mietvertrag führen, sollen lediglich für die tatsächlich
zustande gekommenen Mietverträge die Mietvertragsdaten
gespeichert werden.
Die Autos des Unternehmens werden durch ihr
polizeiliches Kennzeichen voneinander unterschieden. Zu jedem Auto muss ersichtlich
sein, welchen Kilometerstand es hat (diese Angabe wird jeweils bei einer
Rückgabe aktualisiert), welche Farbe es hat, zu welchem Autotyp es gehört und
von welcher Vermietstation es gerade verwaltet
wird. Außerdem wird festgehalten, über welche Extraausstattungen
es verfügt.
Weiterhin ist zu beachten:
· Eine gerade erst eingerichtete Vermietstation
verwaltet noch kein Auto und hat noch keine Reservierung vorgenommen.
·
·
Ein Kunde wird
erst dann gespeichert, wenn er die erste Reservierung vorgenommen hat.
· Es ist möglich, dass eine Autokategorie, die stets
mindestens drei Autotypen umfasst, noch bei keiner Reservierung gewünscht
wurde.
·
·
Ein Autotyp wird
in genau eine Autokategorie eingeordnet. Zu einem bereits gespeicherten Autotyp
kann das Unternehmen noch kein einziges Auto besitzen. Einen Autotyp ohne
mögliche Extraausstattungen gibt es zwar nicht, aber ein konkretes Auto kann
keine der prinzipiell möglichen Extraausstattungen
aufweisen. Eine mögliche Extraausstattung kann
bei keinem der Autos des Unternehmens vorhanden sein.
·
· Ein gerade erst gekauftes Auto wurde noch nicht vermietet.
Es wird dann aber im Lauf der Zeit vielen Mietverträgen zugeordnet. Ein Auto
wird zu jedem Zeitpunkt von genau einer Vermietstation
verwaltet.

Bemerkungen:
· Da die Vermietstationen, die
in ein und derselben Stadt liegen, durch eine laufende Nummer voneinander
unterschieden werden, erfolgt die Identifizierung des Objekttyps „Vermietstation“ durch die Kombination aus der
Beziehungstyp-Richtung „Vermietstation liegt in Stadt“ und der Eigenschaft „Stations-Nr“.
·
Jede Vermietstation vergibt für die von ihr vorgenommenen
Reservierungen eine eigene laufende Nummer. Deshalb erfolgt die Identifizierung
des Objekttyps „Reservierung“ durch die Kombination aus der
Beziehungstyp-Richtung „Reservierung wird
vorgenommen von Vermietstation“ und der Eigenschaft
„Reservierungs-Nr“.
· Die Beziehungstyp-Richtung „Kunde tätigt Reservierung“ ist nicht-optional, da ein Kunde erst dann
gespeichert wird, wenn er die erste Reservierung vorgenommen hat.
·
Im vorliegenden
Fall ist der 1:C‑Beziehungstyp zwischen „Reservierung“ und „Mietvertrag“
gerechtfertigt. Die Mietvertragsdaten stellen
zusätzliche Angaben für jene (wenigen) Reservierungen dar, bei denen es zu
einem Mietvertrag gekommen ist. Würde man beide Objekttypen zu einem einzigen
Objekttyp vereinigen, wären die Eigenschaften „Km-Stand bei Übergabe“ und
„Km-Stand bei Rückgabe“ häufig mit der NULL-Marke belegt.
· Da ein Mietvertrag durch die zugehörige Reservierung
eindeutig gekennzeichnet ist, wird der Objekttyp „Mietvertrag“ allein durch
die Beziehungstyp-Richtung „Mietvertrag beruht
auf Reservierung“
identifiziert.
·
Die Eigenschaft
„Extra-Bez“ des Objekttyps „Extraausstattung“
kann für verschiedene Autotypen denselben Wert haben (beispielsweise
„Schiebedach“). Deshalb wird der Objekttyp „Extraausstattung“ durch die Kombination aus der
Beziehungstyp-Richtung „Extraausstattung gehört
zu Autotyp“ und der Eigenschaft „Extra-Bez“
identifiziert.
Zunächst werden die Objekttypen in Tabellen
transformiert (Transformationsregel T01). Danach erfolgt die Transformation der
Beziehungstyp-Richtungen, die als identifizierende Elemente für die „schwachen“
Objekttypen verwendet wurden (Transformationsregel
T02). Im Ergebnis dieser beiden Transformationen ergeben sich die folgenden
vorläufigen Tabellen-Typbeschreibungen:
Stadt ( Stadtcode,Name,Einwohnerzahl )
Vermietstation ( ÝStadtcodeÝ+Stations-Nr,Adresse,Mitarbeiterzahl )
Reservierung ( ÝStadtcode+Stations-NrÝ+Reservierungs-Nr,Anfangsdatum,Enddatum )
Kunde ( Führerschein-Nr,Name,Anschrift )
Autokategorie ( Kategorie-Bez,Grundtarif,Km-Preis )
Autotyp ( Typ-Bez,Benzinverbrauch )
Extraausstattung ( ÝTyp-BezÝ+Extra-Bez,Aufpreis )
Auto ( Pol. Kennzeichen,Km-Stand,Farbe )
Mietvertrag ( ÝStadtcode+Stations-Nr+Reservierungs-NrÝ,Km-Stand bei Übergabe,Km-Stand bei Rückgabe )
Dabei wurden folgende Fremdschlüssel in die
Primärschlüssel aufgenommen:
|
Primärschlüssel |
des
Objekttyps |
wird
aufgenommen in |
Primärschlüssel
von |
|
Stadtcode |
Stadt |
Þ |
Vermietstation |
|
Stadtcode+Stations-Nr |
Vermietstation |
Þ |
Reservierung |
|
Typ-Bez |
Autotyp |
Þ |
Extraausstattung |
|
Stadtcode+Stations-Nr+ |
Reservierung |
Þ |
Mietvertrag |
Im nächsten Schritt werden die dualen Beziehungstypen
in das relationale Datenbank-Modell transformiert (Transformationsregeln
T03 bis T12). Die veränderten Typbeschreibungen sind jeweils durch einen Stern
gekennzeichnet:
Stadt ( Stadtcode,Name,Einwohnerzahl )
Vermietstation ( ÝStadtcodeÝ+Stations-Nr,Adresse,Mitarbeiterzahl )
* Reservierung ( ÝStadtcode+Stations-NrÝ+Reservierungs-Nr,
ÝFührerschein-NrÝ,ÝKategorie-BezÝ,Anfangsdatum,Enddatum )
Kunde ( Führerschein-Nr,Name,Anschrift )
Autokategorie ( Kategorie-Bez,Grundtarif,Km-Preis )
* Autotyp (Typ-Bez,ÝKategorie-BezÝ,Benzinverbrauch )
Extraausstattung ( ÝTyp-BezÝ+Extra-Bez,Aufpreis )
* Auto ( Pol.
Kennzeichen,ÝTyp-BezÝ,ÝStadtcode+Stations-NrÝ,Km-Stand,Farbe )
* Ausstattung ( ÝPol. KennzeichenÝ+ÝTyp-Bez+Extra-BezÝ )
* Mietvertrag ( ÝStadtcode+Stations-Nr+Reservierungs-NrÝ,ÝPol. KennzeichenÝ,
Km-Stand bei Übergabe,Km-Stand bei Rückgabe )
Bemerkungen:
· Der 1:N‑Beziehungstyp zwischen „Kunde“ und
„Reservierung“ kann nur als 1:CN‑Beziehungstyp repräsentiert werden (Transformationsregel T09). Es kann also nicht gesichert
werden, dass ein gespeicherter Kunde wenigstens eine Reservierung getätigt
hat.
·
Ebenso kann der
1:N‑Beziehungstyp zwischen „Autokategorie“
und „Autotyp“ nur als 1:CN‑Beziehungstyp repräsentiert werden
(Transformationsregel T09). Die zusätzlich geforderte Kardinalitäts-Beschränkung
kann erst recht nicht formuliert werden. Durch diese Tabellen-Typbeschreibung
lässt sich nicht erzwingen, dass eine Autokategorie wenigstens drei Autotypen
umfasst.
· Ebenso lässt sich der 1:N‑Beziehungstyp zwischen
„Autotyp“ und „Extraausstattung“ nur als 1:CN‑Beziehungstyp repräsentieren
(Transformationsregel T09). Die Tabellen-Typbeschreibung
lässt es somit – im Widerspruch zur Realität – zu, dass es zu einem
Autotyp keine Extraausstattung gibt.
·
Der 1:C‑Beziehungstyp
zwischen „Reservierung“ und „Mietvertrag“ muss gemäß der Transformationsregel
T06 (1:C‑Beziehungstyp mit oft realisierter Optionalität) transformiert
werden, weil es sehr häufig vorkommt, dass eine Reservierung nicht zu einem
Mietvertrag führt. Deshalb muss der Primärschlüssel
des Objekttyps „Reservierung“ in der Tabelle „Mietvertrag“ als ein eingabepflichtiger und unikaler Fremdschlüssel
aufgenommen werden. Das ist er aber bereits, weil der „schwache“ Objekttyp
„Mietvertrag“ durch die „Reservierung“ identifiziert wird.
· Der CM:CN‑Beziehungstyp zwischen „Auto“ und „Extraausstattung“ wird gemäß der Transformationsregel T12
durch eine Koppeltabelle repräsentiert, die die Bezeichnung “Ausstattung“
erhalten hat.


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