5 Zusammenfassung

Adäquate Dokumentation ist sehr wichtig für die Software-Wartung. Deshalb ist direkt beim Entwurf schon darauf zu achten, daß eine ausreichende und leicht verständliche Dokumentation erzeugt wird. Denn sonst fehlt später bei Wartungsarbeiten das Verständnis für den Entwurf und dies führt dann zu Fehlern.
Hypertext eignet sich besonders gut für die Dokumentation. Denn in einer Hypertextdokumentation können die komplexen Beziehungen zwischen den einzelnen Objekten des Entwurfs besser abgebildet werden. In einer linear oder baumartig aufgebauten Dokumentation auf Papier sind diese Beziehungen zwischen den Objekten nur schwer darstellbar. Bei einer Hypertextdokumentation ist allerdings darauf zu achten, daß diese eine gute Benutzerführung erhält, denn sonst sind die angebotenen Informationen zu komplex. Mit HTML ist eine Beschreibungssprache vorhanden, die auf vielen Computersystemen verfügbar ist. Somit ist eine Hypertextdokumentation, die mit HTML erstellt wurde, immer verfügbar und leicht in heterogenen Netzen verwendbar.
Da eine Hypertextdokumentation eine komplexere Struktur haben kann als eine Dokumentation auf Papier, ist es möglich, in die Dokumentation mehr Informationen aufzunehmen. So können die einzelnen Versionen einer Software in einer Dokumentation verwaltet werden. Dies kann das Verständnis für den Entwurf erhöhen. Außerdem ist so eine Wartung mehrerer Versionen einfacher. Der Entwickler kann bei Fehlern in einer Version überprüfen, ob diese Fehler auch in anderen Versionen auftreten und entsprechende Veränderungen vornehmen oder veranlassen.
Eine weitere Möglichkeit die Verständlichkeit der Dokumentation weiter zu erhöhen, ist die Nutzung von Entwurfsmustern in der Dokumentation. Dies kann einerseits in den Diagrammen geschehen, wo die Klassen eines Musters zusammen markiert sind und die Entwurfsmuster die Funktionen der Klassen verdeutlichen. Aber auch der Entscheidungsprozeß bei der Auswahl des Entwurfsmusters kann das Verständnis für den Entwurf fördern, so daß diese Informationen auch in der Dokumentation sein sollten.
Die Komplexität, die eine Hypertextdokumentation annehmen kann, erfordert Werkzeuge für die Erstellung der Dokumentation. Ohne die Unterstützung ist die Erstellung der Dokumentation zu aufwendig und die Dokumentation wird dann nur unzureichend erstellt. Werkzeuge helfen auch bei der Strukturierung der Dokumentation, da diese Werkzeuge schon eine bestimmte Struktur vorgeben.
3Wenn man die Abbildung 1, als Beispiel für ein Reverse Engineering eines undokumentierten Programmes, und die Auszüge der Dokumentation von OSEFA in Anhang B vergleicht, so sieht man schnell, daß die mit der Werkzeugumgebung erstellte Dokumentation wesentlich verständlicher ist.
Damit diese Werkzeugumgebung aber leicht und schnell einsetzbar ist, sind noch einige Erweiterungen an ihr vorzunehmen. Insbesondere der Import von Daten aus der Entwicklungsumgebung oder dem Quellcode muß noch automatisiert werden, damit die Arbeit bei der Erstellung einer Dokumentation mit der Entwicklungsumgebung noch weiter reduziert wird.





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