3 Die "Unified Modeling Language"

Von Anfang an war klar, daß man für komplexe Projekte Hilfsmittel benötigen würde, um die während der Analyse und dem Design erziehlten Ergebnisse für die spätere Verwendung festhalten zu können. Außerdem ist es jederzeit denkbar das Personen aus dem Entwicklerteam ausscheiden oder neue hinzustoßen, die sich dann so schnell wie möglich in die bisher erziehlten Ergebnisse einarbeiten müssen. Aus diesem Grund entstanden Mitte der 70'er Jahre die ersten Objekt-orientierten Modellierungssprachen. Sie sollten eine einheitliche Notation für die bei der Analyse/dem Design benötigten Elemente bereitstellen und so eine Möglichkeit bieten die verschiedenen Aspekte des Software-Systems exakt zu definieren. Da jedoch jede der Modellierungssprachen bestimmte Schwächen aufwies wurden bis Mitte der 90'er Jahre immer wieder neue entwickelt, von denen sich nur wenige wirklich etablieren konnten. Hinzu kommt, daß die eigentliche Aufgabe eine einheitliche Notation zur besseren Kommunikation zu schaffen durch die Vielfalt der Modellierungssprachen praktisch nicht mehr gegeben war. Aus diesem Grund beschlossen Grady Booch und Jim Rumbaugh im Oktober 1994 die von ihnen entwickelten Sprachen (Booch und OMT) zu vereinigen und so die "Unified Modeling Language" zu schaffen.

Kurz nachdem die Version 0.8 der UML im Oktober 1995 fertiggestellt war stieß auch Ivar Jacobson dazu und steuerte seine Sprache (OOSE) zur UML bei. Die so entstandenen Versionen 0.9 und 0.91 stießen bei der Industrie sofort auf großes Interesse. Deshalb entschloß sich Rational (Die Firma der "drei Amigos" wie Booch, Rumbaugh und Jacobson oft genannt werden) das "UML Partners Consortium" zu bilden dem schon bald folgende Firmen angehörten: Digital Equipment Corp., HP, i-Logix, IntelliCorp, IBM, ICON Computing, MCI Systemhouse, Microsoft, Oracle, Rational Software, TI und Unisys. Mit hilfe dieser Firmen entstand im Januar 1997 die Version 1.0 der UML, die jedoch schon im September desselben Jahres durch die Version 1.1 ersetzt wurde, nachdem sich die Firmen IBM, ObjecTime, Platinum Technology, Ptech, Taskon & Reich Technologies und Softeam ebenfalls dem Konsortium angeschlossen hatten. Die eben genannten Namen machen deutlich das die UML in Zukunft eine entscheidene Rolle in der Softwareentwicklung einnehmen wird.

Bevor nun einige Elemente der UML vorgestellt werden, sollte erwähnt werden das die UML lediglich eine Notation und kein Entwicklungsprozess ist. Aber gerade die Unabhängigkeit von einem bestimmten Prozess macht es möglich die UML in vielen verschiedenen und für spezielle Aufgabenbereiche konzipierten Prozessen anzuwenden.

Außerdem kann hier nur ein grober Überblick an einigen Beispielen vermittelt werden, da die UML sehr komplex ist.

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