3.1.1 Anwendungsfalldiagramme
Ein Anwendungsfalldiagramm stellt die Beziehungen zwischen Akteuren und
Anwendungsfällen dar, d.h. es stellt das Systemverhalten aus der Sicht des
Anwenders dar. Obwohl es keinem Designansatz darstellt dient es dazu die
Zusammenhänge zwischen den einzelnen Elementen des Systems zu verdeutlichen und
unterstützt den Entwickler bei der Anforderungsermittlung.
Ein Anwendungsfall beschreibt eine bestimmte Aktivität durch die das System
unterstützt wird und wird im Diagramm als eine Ellipse dargestellt, die den
Namen des Anwendungsfalles enthält (z.B. "Kunden registrieren").
Akteure stellen die Aktiven teile dar, die in der Lage sind Anwendungsfälle zu
nutzen oder von ihnen benachrichtigt werden können.
Hier ein Beispiel:
In diesem Beispiel gibt es drei Akteure (den Kunden und die beiden Datenbanken)
und zwei Anwendungsfälle (Buch bestellen und Kunden registrieren). Gibt der Kunde
seine Bestellung auf wird der Anwendungsfall "Buch bestellen" aktiviert, der
zunächst überprüft ob der Kunde schon registriert ist. Ist dies nicht der
Fall aktiviert er den Anwendungsfall Kunden registrieren, der Daten in die
Kundendatenbank einträgt. Ist der Kunde dann registriert kann die eigentliche
Bestellung getätigt werden. Dazu bedient sich Buch bestellen der Artikeldatenbank.
An diesem Beispiel erkennt man, daß ein Anwendungsfalldiagramm keine Rückschlüsse
auf die Interna des Systems zuläßt, so läßt sich z.B. nicht festellen in welcher
Weise die Datenbanken manipuliert werden oder wie die Buchbestellung im Detail abläuft.
Es vermittelt lediglich einen groben Überblick über das System.