|
Dokumentation für den Endanwender |
Kapitel 3 - Projektdokumentation mit SoDoMMotivation:Sowohl den Anspruch Entwurfsentscheidungen zu dokumentieren und somit nachvollziehbar und wiederverwendbar zu gestalten, als auch eine Dokumentation im Hinblick auf eine höher abstrakte, qualitätssichernde Dokumentation von Softwaresystemen genügt die Projekt-Dokumentation. Häufig kommen hierbei sogenannte Vorgehensmodelle zum Einsatz. Motiviert wird die Dokumentation insbesondere dann, wenn effektive Werkzeuge zur Verfügung stehen. Das Ziel des studentischen Projektes "SoDoM" an der Universität-GH Siegen ist es, mit SoDoM ein Werkzeug zu entwickeln, welches anhand des Vorgehensmodelles der deutschen Telekom AG "VM-Basis" [von der Telekom AG zum internen Gebrauch zur Verfügung gestellt] die Projekt-Dokumentation von Softwaresystemen unterstützt. 3.1 Das Vorgehensmodell VM-Basis - Eine kurze Erläuterung
Unter anderem heißt es zum Zweck des Vorgehensmodells: Das Handbuch soll alle am Entwicklungs- und Instandhaltungsprozeß einer IV-Anwendung Beteiligte unterstützen, indem es darstellt, welche Tätigkeiten wann, von wem und mit Hilfe welcher Methoden durchgeführt werden müssen. Die konkreten Tätigkeiten, wie z.B. Datenmodellierung oder Entwicklertest, werden nicht beschrieben, sondern es wird auf die entsprechenden Druckwerke oder Verfahrensanweisungen verwiesen. Dazu werden folgende Teilziele verfolgt:
Erklärtes Hauptziel eines Vorgehensmodelles ist es aber auch, ein gewisses Gleichgewicht zwischen Kosten, Zeit, Quantität und Qualität zu erreichen.
3.2 Aufbau von SoDoM
Mit SoDoM wird dem Entwickler ein Dokumentationswerkzeug zur Verfügung gestellt, welches ihm erlaubt, während er die dem Vorgehensmodell entsprechenden Arbeitspapiere erstellt, Entwurfsbegriffe zu definieren und in einer globalen Glossardatenbank abzulegen.
Das Dokumentationswerkzeug SoDoM setzt sich aus 4 Hauptkomponenten zusammen:
Während das Word-Frontend hauptsächlich dazu dient, die Dokumentation, also die Arbeitspapiere des Vorgehensmodelles, zu erstellen und zu bearbeiten, erlaubt das Browser-Frontend in den erstellten Arbeitspapieren und der Glossardatenbank zu navigieren und nach bestimmten Begriffen und Definitionen zu suchen. 3.2.1 Das Word-FrontendDie Funktionalität von Word wird um ein Add-On von SoDoM erweitert. Dem Autoren, der die Arbeitspapiere gemäß dem Vorgehensmodell bearbeitet, werden während der Bearbeitung die in der Glossardatenbank enthaltenen Begriffe farbig unterlegt, ähnlich wie das bereits von der Rechtschreibhilfe her bekannt ist. Auf Wunsch kann der Autor bestimmte Begriffe markieren und mittels eines Kontextmenüs den markierten Begriff neu definieren beziehungsweise redefinieren. Bei redefinierten Begriffen wird der Entstehungsprozeß festgehalten. Genauere Informationen zum Aufbau und der Funktionsweise des Word-Frontend sind unter Hauptseminar-Homepage in der Seminararbeit "Autoren-Frontend für die Software-Dokumentation" von Thorsten Pelz zu finden. 3.2.2 Das Browser-FrontendDas Browser-Frontend stellt ein zweites wichtiges Anwenderinterface dar. Mit Hilfe des Browser-Frontends ist es einem Leser möglich in der Glossardatenbank verschiedene Aktionen durchzuführen. Mittels einer Anfrage an das Konfigurationsmanagement Continuus CM wird ein schreibgeschützter Zugriff auf die Glossardatenbank etabliert. Mittels des Browser-Frontends werden folgende Funktionen dem Leser zur Verfügung gestellt:
Screenshots vom Browser-Frontend sind zur Zeit leider noch nicht verfügbar, da es sich noch in der Entwicklung befindet. Näheres zum Entwicklungsstand, den Zielen und erste Previews werden in Kürze auf der SoDoM-Homepage zu finden sein. 3.2.3 Die GlossardatenbankDie Glossardatenbank stellt das zentrale Element des Dokumentationswerkzeugs SoDoM dar. In ihr werden alle Begriffe und deren Definitionen verwaltet. Nähere Informationen zum Aufbau und der Funktionsweise der Glossardatenbank sind unter dem Titel "Aufbau und Funktion von Glossaren als Dokumentationsmittel" von Sven Dehmel zu finden. 3.2.4 Konfigurationsmanagement mit Continuus CMDie Verwaltung der Zugriffe auf die Arbeitspapiere ist die Hauptaufgabe des Konfigurationswerkzeuges Continuus CM. Sollen Arbeitspapiere bearbeitet werden, müssen sie zunächst unter Continuus CM ausgecheckt und nach ihrer Bearbeitung wieder unter Continuus CM eingecheckt werden. Dies sichert die Datenkonsistenz der Arbeitspapiere. Auch die Glossardatenbank wird mit Hilfe von Continuus CM verwaltet. Mit dem Konfigurationsmanagement im Detail hat sich Richard Schuller unter dem Arbeitstitel "Konfigurations-Management am Beispiel von Continuus® beschäftigt. |
Letzte Änderung von René Eßer am 22.06.98 [Informationen]