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Boundary-Scan - Implementierung (Verhalten-Algorithmisch)
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Die Binärwerte an den Kanten des Zustandsgraphen geben aneinandergereiht die serielle Bitfolge an TMS wieder, die nötig ist, um den Kontroller in einen gewünschten Zustand zu versetzen. Das Steuerwerk kann dabei auf mehreren Pfaden durchlaufen werden. Man erkennt jedoch zwei Hauptpfade: Der IR-Pfad (Instruktion Register) muß durchlaufen werden, um dem Kontroller bzw. dem Dekoder eine Anweisung zu vermitteln. Der DR-Pfad (Data Register) wird hingegen zum Ein- und Auslesen von Testmustern benutzt. Die Abkürzungen IR und DR charakterisieren, welche Register jeweils beeinflußt werden. Die einzelnen Zustände haben folgende Bedeutungen:
Testlogik ist inaktiv, d. h. der Baustein befindet sich im Normalbetrieb. Die Testsignale haben keinen Einfluß auf den Baustein. Der Zustand muß automatisch erreicht werden, wenn der Baustein keinen TRST-Eingang besitzt. Geht man von einem unbekannten Zustand des Kontrollers aus, so ist nach maximal fünf Takten und einer dauerhaften 1" am TMS-Eingang der Zustand Test-Logik-Reset" erreicht. Besitzt der Baustein hingegen den oben erwähnten Reset-Eingang, so kann das Steuerwerk asynchron aus jedem Betriebszustand in den Reset-Modus" gebracht werden. Beim Verlassen des Zustands werden die Inhalte des Instruktions, Bypass- und Boundary-Scan-Registers auf Null gesetzt.
In Abhängigkeit vom Inhalt des IR wird entweder ein Selbsttest (Run-Test) durch den Befehl RUNBIST oder ein DR ausgewählt (Idle).
Auswahl eines IR bzw. DR; es wird festgelegt, welcher Pfad durchlaufen wird.
Laden des ausgewählten TDR mit Testdaten, Testantwortdaten oder Instruktionen. Das IDR wird parallel mit einem Initialisierungswert geladen; nach IEEE Std. 1149.1 wird entweder das IDR falls vorhanden oder das Bypass-Register (BR) in den Prüfpfad geschaltet.
Die vorher geladenen Daten werden über TDO herausgeschoben.
Der Shift-Zustand wird verlassen und es ist ein erneutes Schieben" möglich, ohne vorher den Capture-Zustand nochmals zu durchlaufen.
Das Steuerwerk wird in eine Warteposition gebracht, damit z. B. das ATE (Automatic Test Equipment) Testmuster nachladen oder auf langsamere Bausteine warten kann.
Aktualisierung von DR bzw. IR; für das IR wird ein neuer Operationscode dekodiert und anschließend ausgeführt; beim DR wird die Bitsequenz des DR verarbeitet, z. B. auf die Bausteinausgänge herausgeführt.
Ein beispielhaftes Zeitdiagramm des Zustandsgraphen verdeutlicht die einzelnen Übergänge. Ebenso haben Sie die Möglichkeit, das Schaltbild des TAP-Kontrollers und die Kodierung seiner Steuervariablen zu betrachten.
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