Das Projekt

Ziel des Evaluationsprojekts, aus dem die Beispielestammen, war die Entwicklung einer objektorientierten Kommunikationskomponente zwischen dem SAP Business Object Repository und der Open Scripting Architecture, kurz OSA, von Apple/IBM. OSA ist vergleichbar mit OLE Automation. Salopp gesagt, ging es darum, SAP-R/3 "OSA-fähig" zu machen. Das Business Object Repository ist die Verwaltungsinstanz für Business-Objekte, die im SAP Business Workflow verwendet werden. Business-Objekte ermöglichen den objektorientierten Zugriff auf die relational verwalteten Daten von R/3. Der Anwender definiert im Business Object Repository Objekttypen aus Datenbankfeldern und Funktionsbausteinen (entsprechend Attributen und Operationen einer Klasse).

Außer für den Workflow werden die Business-Objekte über die RFC-Schnittstelle von R/3 durch solche Kommunikationskomponenten auch für externe Systeme zugreifbar gemacht. Für OLE Automation ist das das SAP Business Object Control (R/3 Release 3.0c). Diese als OCX (OLE Control eXtension) realisierte Komponente dient zum objektorientierten Zugriff auf Business-Objekte aus der Windows-Welt (beispielsweise von Visual Basic aus oder durch Office-Applikationen wie MS Excel).

Neben der Erstellung des OSA-Servers war es ein wichtiges Ziel des Vorhabens, Entwurfsmuster bei der Entwicklung und Dokumentation zu verwenden. Ein möglichst großer Teil des OSA-Servers sollte so wiederverwendbar werden, um z. B. andere Anbindungen darauf aufzusetzen [8].

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Bild 1: Komponentengraphik des OSA-Servers

Die in Bild 1 dargestellte Komponentengraphik zeigt die prinzipielle Dreiteilung des OSA-Servers und die Aufgabenbeschreibung der Subsysteme. Die Pfeile symbolisieren den unidirektionalen Kontrollfluß und den bidirektionalen Datenfluß zwischen den Subsystemen.



© 1997, Universität-GH Siegen, Technische Informatik, Georg Odenthal und Klaus Qu ibeldey-Cirkel