Die in diesem Worksheet beschriebenen Prozeduren bestimmen Nullstellen von stetigen Funktionen durch die Anwendung iterativer Verfahren wie das Newtonverfahren und das Sekantenverfahren (=regula falsi). Diese Verfahren konvergieren im Gegensatz zu den Einschließungsverfahren in der Regel nur dann, wenn der Startwert (bzw. die beiden Startwerte im Falle der regula falsi) nahe der Nullstelle gewählt werden.
Graphische Darstellung des Newtonverfahrens
Graphische Darstellung der regula falsi
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Graphische Darstellung des Newtonverfahrens
Die Prozedur Newtonverf
bestimmt eine Nullstelle
einer stetig-differenzierbaren Funktion durch das Newtonverfahren.
Neben der Berechnung der Nullstelle durch das Newtonverfahren stellt
sie noch eine graphische Animation des Annäherungsprozesses dar.
Ausgehend von einem Startwert x0 wird der Schnittpunkt der Tangente
mit der x-Achse als neuer Wert der Iteration berechnet. Die Angabe
des Intervalls beim Aufruf ist nur für die graphische Ausgabe,
nicht aber für das Verfahren notwendig.
Gesucht ist eine
Nullstelle der Funktion
.
Als Startwert wählen wir x0=2 und visualisieren das Verfahren im
Intervall [1,2].
> Newtonverf(-x^5+sqrt(x^2+1),
x=1..2, 2);
Animation !
Nach der 1. Iteration ist die NS bei 1.34708378 Nach der 2. Iteration ist die NS bei 1.17097587 Nach der 3. Iteration ist die NS bei 1.09438802 Nach der 4. Iteration ist die NS bei 1.08080625 Nach der 5. Iteration ist die NS bei 1.08041874 Nach der 6. Iteration ist die NS bei 1.08041843
Weitere
Beispiele
(1.) Gesucht
ist eine Nullstelle der Parabel
.
Als Startwert wählen wir x0=5 und zeichnen das Verfahren im
Intervall [0,5].
> Newtonverf(x^2-x,
x=0..5,5);
Animation !
Nach der 1. Iteration ist die NS bei 1.69376694 Nach der 2. Iteration ist die NS bei 1.20159403 Nach der 3. Iteration ist die NS bei 1.02896273 Nach der 4. Iteration ist die NS bei 1.00079291 Nach der 5. Iteration ist die NS bei 1.00000063 Nach der 6. Iteration ist die NS bei 1
(2.) Gesucht ist ein Schnittpunkt
der Funktionen
.
Wir setzen
und wählen als Startwert x0=2. Obwohl der
näherliegende Schnittpunkt bei x=0.76 liegt, berechnet das
Verfahren den gültigen Wert 10.21.
>
Newtonverf(sin(x)-cos(x), x=-2..12,2);
Animation !
Nach der 1. Iteration ist die NS bei 9.51604246 Nach der 2. Iteration ist die NS bei 10.34835183 Nach der 3. Iteration ist die NS bei 10.20928998 Nach der 4. Iteration ist die NS bei 10.21017612 Nach der 5. Iteration ist die NS bei 10.21017612
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Graphische Darstellung der regula falsi
Die Prozedur refa
bestimmt eine Nullstelle
einer stetigen Funktion durch das Sekantenverfahren (=regula falsi).
Neben der Berechnung der Nullstelle durch das Sekantenverfahren
stellt sie noch eine graphische Animation des Annäherungsprozesses
dar. Ausgehend von den Startwerten x0 und x1 wird der Schnittpunkt
der Sekanten mit der x-Achse als neuer Wert der Iteration berechnet.
Die Angabe des Intervalls beim Aufruf ist nur für die graphische
Ausgabe, nicht aber für das Verfahren notwendig. Gesucht
ist eine Nullstelle der Funktion
.
Als Startwerte wählen wir x0=1.8 und x1=2 und visualisieren das
Verfahren im Intervall [1,2].
>
refa(-x^5+sqrt(x^2+1), x=1..2, 2, 1.8);
Nach der 1. Iteration ist die NS bei 1.36249736 Nach der 2. Iteration ist die NS bei 1.22275201 Nach der 3. Iteration ist die NS bei 1.13567846 Nach der 4. Iteration ist die NS bei 1.09358246 Nach der 5. Iteration ist die NS bei 1.08180271 Nach der 6. Iteration ist die NS bei 1.08045517 Nach der 7. Iteration ist die NS bei 1.08041853 Nach der 8. Iteration ist die NS bei 1.08041843
Weitere
Beispiele
(1.) Gesucht
ist eine Nullstelle der Parabel
.
Als Startwerte wählen wir x0=5 und x1=4 und zeichnen das
Verfahren im Intervall [0,5].
> refa(x^2-x,
x=0..5, 5, 4);
Nach der 1. Iteration ist die NS bei 1.81818182 Nach der 2. Iteration ist die NS bei 1.36986301 Nach der 3. Iteration ist die NS bei 1.13830393 Nach der 4. Iteration ist die NS bei 1.03391767 Nach der 5. Iteration ist die NS bei 1.00400176 Nach der 6. Iteration ist die NS bei 1.00013077 Nach der 7. Iteration ist die NS bei 1.00000052 Nach der 8. Iteration ist die NS bei 1
(2.) Gesucht ist ein Schnittpunkt
der Funktionen
.
Wir setzen
und wählen als Startwerte x0=1.9 und x1=2.
Das Verfahren findet den Wert 0.785.
>
refa(sin(x)-cos(x), x=-1..2,2.,1.9);
Animation !
Nach der 1. Iteration ist die NS bei .77503898 Nach der 2. Iteration ist die NS bei .78816839 Nach der 3. Iteration ist die NS bei .78539813 Nach der 4. Iteration ist die NS bei .78539816
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Literatur
T. Westermann
Mathematik für
Ingenieure mit Maple (Band 1)
2.
Auflage, Springer-Verlag
, Heidelberg 2000