Hilfestellung zu Aufgabe 3.2
Hinweise zur Lösung der Aufgabe 3.2
-
Wähle ein geeignetes Koordinatensystem und setze die
Multipolentwicklung
für das Potential an.
-
Entwickle
das Ringpotential auf der Achse
nach Potenzen
von
für
und nach Potenzen von
für
.
-
Vergleiche
die Entwicklungen des Achsenpotentials
für
und
mit der
Multipolentwicklung
für
und bestimme die Multipolkoeffizienten.
-
Kann man dem Ergebnis weitere
Symmetrieaussagen
entnehmen?
-
Eine
numerische Auswertung
der Entwicklungen für Punkte auf der
-Achse ergibt das in
Abb. 0.1 gezeigte Resultat.
Abbildung 0.1:
Das Multipolpotential des Kreisrings entlang der
-Achse in
willkürlichen Einheiten. Zum Vergleich ist auch das exakte Potential
(rot) gezeigt.
 |
 |
Sowohl das Potential als auch der
Abstand
sind in willkürlichen Einheiten aufgetragen. Der Radius
des Kreisrings entspricht
Längeneinheiten. Der maximale
-Wert ist
.
Diskutiere dieses Ergebnis.
-
Die Abb. 0.2
Abbildung 0.2:
Multipolentwicklung des Ringpotentials für
als
Funktion von
. Rote Vergleichskurve:
,
 |
zeigt die Darstellung des Ringpotentials entlang einer
Geraden, die einen
Winkel
von ca.
mit der
-Achse einschließt. Diskutiere dieses Ergebnis.
-
Die Abb. 0.3
Abbildung 0.3:
Ringpotential wie zuvor als Funktion von
für zwei Werte von
 |
 |
zeigt die Darstellung des Ringpotentials entlang
Geraden, die einen
Winkel von
ca
bzw.
mit der
-Achse einschließen. Diskutiere auch diese Ergebnisse.
Werkzeuge
|
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
3.2 Antwort zu H1
Das Koordinatensystem wird so gewählt, dass die
-Achse mit der
Ringachse übereinstimmt (Abb. 0.4).
Abbildung 0.4:
Potential eines Kreisrings: Ansicht
 |
Für beliebige Raumpunkte kann man infolge der Zylindersymmetrie des
Problems die Multipolentwicklung (
) in der Form
ansetzen.
Entwickle
das Ringpotential auf der Achse
nach Potenzen
von
für
und nach Potenzen von
für
.
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3.2 Antwort zu H2
In Kap. 2.4 wurde das Potential des Ringes auf der Achse berechnet (man
könnte es auch hier noch einmal in einfacher Weise berechnen). Das
Ergebnis lautet
Für Punkte auf der Achse mit
(Abb. 0.5) lautet die binomische Entwicklung
der inversen Wurzelfunktion
Es treten nur gerade Potenzen von
auf.
Abbildung 0.5:
Potential eines Kreisrings: Querschnitt
 |
Für Punkte auf der Achse mit
gilt
Hier treten nur ungerade Potenzen von
auf.
Vergleiche
die Entwicklungen des Achsenpotentials
für
und
mit der
Multipolentwicklung
für
und bestimme die Multipolkoeffizienten.
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3.2 Antwort zu H3
Für Punkte auf der Ringachse gilt wegen
und
,
sowie
die Multipolentwicklung
Zur Bestimmung der Koeffizienten
und
vergleicht man die
Entwicklung des Achsenpotentials mit der Multipolentwicklung.
Für Punkte mit
liefert der Vergleich mit
die Aussage: Alle Koeffizienten
verschwinden ebenso wie die
Koeffizienten
mit ungeraden Werten von
Die von Null verschiedenen Koeffizienten sind
Die Multipolentwicklung des Ringpotentials für Punkte mit
lautet
demnach
Für Punkte auf der Achse mit
ist
Der Vergleich mit der Multipolentwicklung ergibt in diesem Fall:
Alle Koeffizienten
und alle Koeffizienten
mit ungeradem
Index verschwinden
Die von Null verschiedenen Koeffizienten sind
Die Multipolentwicklung des Ringpotentials für Punkte mit
lautet
Die Multipolentwicklungen in den beiden Raumgebieten schließen für
stetig aneinander an. Dabei ist jedoch zu beachten
(siehe Kap. 2.4), dass die Entwicklung für
und
(das heißt Punkte auf dem geladenen Ring) divergiert.
Kann man dem Ergebnis weitere
Symmetrieaussagen
entnehmen?
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3.2 Antwort zu H4
Für die Legendreschen Polynome gilt
Die Tatsache, dass in der Multipolentwicklung nur Legendrepolynome mit
geradem
auftreten, zeigt an, dass das Potential symmetrisch
bezüglich der Ringebene (hier der
-
Ebene) ist.
Eine
numerische Auswertung
der Entwicklungen für Punkte auf der
-Achse ergibt das in
Abb. 0.6 gezeigte Resultat.
Abbildung 0.6:
Das Multipolpotential des Kreisrings entlang der
-Achse in
willkürlichen Einheiten. Zum Vergleich ist auch das exakte Potential
(rot) gezeigt.
 |
 |
Sowohl das Potential als auch der
Abstand
sind in willkürlichen Einheiten aufgetragen. Der Radius
des Kreisrings entspricht
Längeneinheiten. Der maximale
-Wert ist
.
Diskutiere dieses Ergebnis.
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3.2 Antwort zu H5
Man beobachtet eine Abweichung von dem exakten Resultat um
. Die
Abb. 0.7 zeigt, dass diese Abweichung auch mit
nicht korrigiert wird.
Abbildung 0.7:
Das Achsenpotential wie in 0.6 jedoch mit
 |
Das Problem liegt darin, dass man versucht die binomischen Entwicklung
von
für
auszuwerten. Der Konvergenzradius der binomischen Reihe
ist jedoch
Das Konvergenzverhalten der Entwicklungen mit
ist in Abb 0.8 angedeutet.
Abbildung 0.8:
Konvergenz der Entwicklungen entlang der
-Achse für
wachsende Werte von
ANI an32-1.gif
 |
Die Abb. 0.9
Abbildung 0.9:
Multipolentwicklung des Ringpotentials für
als
Funktion von
. Rote Vergleichskurve:
,
 |
zeigt die Darstellung des Ringpotentials entlang einer
Geraden, die einen
Winkel
von ca.
mit der
-Achse einschließt. Diskutiere dieses Ergebnis.
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3.2 Antwort zu H6
In diesem Fall werden die Terme der binomischen Reihen für
und
mit Faktoren
, die kleiner als
sind, multipliziert.
Das Konvergenzproblem für
entfällt aus diesem Grund.
Die Abb. 0.10
Abbildung 0.10:
Ringpotential wie zuvor als Funktion von
für zwei Werte von
 |
 |
 |
 |
zeigt die Darstellung des Ringpotentials entlang
Geraden, die einen
Winkel von
ca
bzw.
mit der
-Achse einschließen. Diskutiere auch diese Ergebnisse.
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3.2 Antwort zu H7
Das Maximum für
im Fall von
geht in
eine echte Singularität des Potentials für Punkte in der
-
Ebene (
) über. Das Potential ist singulär, da an
Stellen der
-
Ebene mit
Ladungselemente vorhanden sind.
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