Hinweise zur Lösung der Aufgabe 3.5
-
Beschreibe die
Flächenladungsdichte
mit Hilfe der
-Funktion für die Kugelfläche und der
Stufenfunktion für die Kappe.
-
Berechne die
Gesamtladung.
-
Bestimme die
Multipolentwicklung,
die zur Berechnung des Potentials im Innenbereich der
Kugel zuständig ist.
-
Benutze die
Multipolentwicklung
zur Bestimmung des Potentials im Innenbereich der Kugel.
Berechne die Entwicklungskoeffizienten.
-
Berechne die
Multipolentwicklung
des Potentials im Außenbereich der Kugel.
-
Berechne das
elektrische Feld
für Punkte im Innern der Kugel (in welchen Koordinaten?) und betrachte
dann das Feld in dem Kugelmittelpunkt. Diskutiere das Ergebnis.
-
Diskutiere das Feld im Kugelmittelpunkt in den
Grenzfällen
.
-
Wie kann man die angegebene
Darstellung der Legendrepolynome
nutzen, um die nicht so extremen Grenzfälle
und
zu beleuchten?
Werkzeuge
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
3.5 Antwort zu H1
Die uniforme Flächenladungsverteilung auf der Kugel ohne Kappe kann in
der Form (benutze Kugelkoordinaten bezogen auf den Kugelmittelpunkt)
dargestellt werden. Die
-Funktion beschreibt die Kugelfläche,
die Stufenfunktion mit
schließt den Beitrag der Kappe aus.
Berechne die
Gesamtladung.
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3.5 Antwort zu H2
Die Gesamtladung auf der Kugelfläche
ohne Kappe ist
Die Gesamtladung als Funktion von
ist in Abb. 0.1
Abbildung 0.1:
Gesamtladung
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gezeigt.
Die Polarwinkel, die zu der Gesamtladung beitragen, sind in Abb. 0.2
Abbildung 0.2:
Teilbeitrag zur Gesamtladung als Funktion des Polarwinkels
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angedeutet.
Bestimme die
Multipolentwicklung,
die zur Berechnung des Potentials im Innenbereich der
Kugel zuständig ist.
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3.5 Antwort zu H3
Man beginnt mit der Entwicklung der inversen Abstandsfunktion für den
Fall
multpliziert mit der den Innenbereich umgebenden Ladungsverteilung
und integriert über die gestrichenen Koordinaten. Die
resultierende Entwicklung hat die Form
mit
Benutze die
Multipolentwicklung
zur Bestimmung des Potentials im Innenbereich der Kugel.
Berechne die Entwicklungskoeffizienten.
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3.5 Antwort zu H4
Die Multipolentwicklung im Innenbereich der Kugel kann über die Entwicklung
der Abstandsfunktion für
gewonnen werden. Sie lautet
wobei die Koeffizienten durch
zu berechnen sind. Einsetzen der Ladungsverteilung ergibt
Mit der Definition der Kugelflächenfunktionen (3.32)
findet man für die Integration über den Azimutalwinkel
und somit das Zwischenergebnis
Das hier auftretende Integral kann mit (W1) ausgewertet werden.
Für
ist.
Benutzt man noch die Relation (W2)
so kann man das Endergebnis für die Entwicklungskoeffizienten mit
in der Form
notieren.
Für
findet man direkt
so dass mit der Festlegung
der Koeffizient
in der gleichen Form notiert werden kann.
Für das Potential
erhält man somit
Berechne die
Multipolentwicklung
des Potentials im Außenbereich der Kugel.
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3.5 Antwort zu H5
Für Punkte außerhalb des Kugelvolumens lautet der Multipolansatz
mit
Die weitere Rechnung verläuft analog zu der Rechnung im Fall
,
der einzige Unterschied ist das (triviale) Radialintegral. Man erhält
und somit für das Potential
Berechne das
elektrische Feld
für Punkte im Innern der Kugel (in welchen Koordinaten?) und betrachte
dann das Feld in dem Kugelmittelpunkt. Diskutiere das Ergebnis.
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3.5 Antwort zu H6
Zur Berechnung des elektrischen Feldes benutzt man zweckmäßigerweise
Kugelkoordinaten. Dies erfordert die Auswertung von
Für Punkte im Kugelinneren findet man
Zur Angabe der Ableitung des Legendrepolynoms benutzt man die Relation (W3)
und erhält
In dem Grenzfall
tragen nur die Terme mit
bei.
Es ist dann
und somit
bzw. in kartesischer Zerlegung
Der Feldvektor im Zentrum der Kugelkalotte zeigt in die
-Richtung
(für positives
in Richtung des Zentrums der Kappe) und
hängt in einfacher Weise von dem Öffnungswinkel der Kappe ab. Die Abbildung
0.3
Abbildung 0.3:
Feldbeiträge im Kugelmittelpunkt:
 |
deutet an, dass sich die Beiträge von vier diametralen Punkten mit
Ladung kompensieren, während die Beiträge von dem Gegenstück der Kappe
den Feldbetrag liefern.
Den maximale Beitrag erhält man deswegen für
(Abb. 0.4).
Abbildung 0.4:
Feldbeiträge im Kugelmittelpunkt:
 |
Die Symmetrie des Feldbetrages im Ursprung bezüglich
ist dadurch bedingt, dass die Beiträge von dem Gegenstück der Kappe
(
) und von der restlichen, geladenen unteren Kugelschale
(
) gleich groß sind (Abb. 0.5).
Abbildung 0.5:
Restkugelkalotte
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Diskutiere das Feld im Kugelmittelpunkt in den
Grenzfällen
.
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3.5 Antwort zu H7
In den Grenzfällen
(volle Kugelfläche) und
(keine Ladung vorhanden) gelten die Aussagen:
: Für die Legendrepolynome ist
und somit für
Für
ist hingegen (mit der obigen Festlegung)
Es verbleibt somit
Das entspricht (wie zu erwarten) dem Potential einer uniform belegten
Kugelfläche, das im Außenraum dem Potential einer Punktladung
entspricht, jedoch stetig in einen konstanten Wert auf der Kugelschale
bzw. im Inneren übergeht.
Das elektrische Feld verschwindet im Innenbereich
im Einklang mit dem Faradayeffekt.
: In diesem Fall ist
und somit für
wie zuvor, doch auch für
(mit der obigen Festlegung)
Es existiert, wie zu erwarten, kein Potential, da keine Ladung vorhanden ist.
Wie kann man die angegebene
Darstellung der Legendrepolynome
nutzen, um die nicht so extremen Grenzfälle
und
zu beleuchten?
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3.5 Antwort zu H8
Für kleinere Öffnungswinkel der Kugelkappe kann man die Entwicklung der
Darstellung der Legendrepolynome
durch die hypergeometrischen Funktion bis zur niedrigsten Ordnung, bzw. die
Ersetzung von
durch
benutzen. Es ist
dann
so dass man für
die Aussage
erhält. Für
ist
Damit ergibt sich für das Innenpotential
Der zweite Term kann mit der Multipolentwicklung zusammengefasst
werden. Man benutzt zu diesem Zweck den Vektor
,
so dass sich das kompakte Ergebnis
ergibt.
Für das Außenpotential gilt entsprechend
Man erkennt die erste Korrektur zu den Resultaten für
.
Für große Öffnungswinkel
benutzt man
sowie die Symmetrierelation
Damit findet man für
sowie
Die Potentiale sind dann
wobei nun
gesetzt werden muss (Abb. 0.6)
Abbildung 0.6:
Der Abstandsvektor
und der Vektor
zu dem effektiven Ladungspunkt im Fall
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und
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2005