Lösung der Aufgabe 3.9



Zur Lösung der Laplacegleichung in kartesischen Koordinaten


benutzt man einen Separationsansatz


der die drei gewöhnlichen Differentialgleichungen




bedingt. Die Einbindung der Randbedingungen


in die Lösungen dieser einfachen Differentialgleichungen führt auf die Zwischenlösung


Die Separationskonstante ist durch die Konstanten und zu


festgelegt. Die Entwicklungskoeffizienten werden durch die noch offenstehende Randbedingung bestimmt


Auflösung dieser Gleichung nach den Entwicklungskoeffizienten mit Hilfe der Orthogonalitätsrelationen für die trigonometrischen Funktionen führt auf




Für (Aufgabe (i)) findet man


In der zweiten Teilaufgabe lauten die Randbedingungen für die Flächen in der -Richtung


In diesem Fall muss man eine Lösung, die die Randbedingungen auf den Seitenflächen erfüllt, jedoch allgemein in der -Koordinate ist, ansetzen


Die Randbedingung führt nach geeigneter Multiplikation der Entwicklung und Integration (wie zuvor) auf


mit dem Ergebnis


Die entsprechende Randbedingung auf der Fläche ergibt die Bedingung


Wertet man hier die linke Seite aus, setzt das Resultat für ein und sortiert, so findet man


Es tragen für die beiden Koeffizienten nur ungerade Werte von und bei, so dass das Potential für diese Teilaufgabe in der Form




notiert werden kann. Um die Vorgabe einer Flächenladungsdichte mit einer Vorgabe für das Potential zu verknüpfen, benutzt man die Relation


die in dem vorliegenden Fall den Randbedingungen




entspricht. Alle Flächen des Quaders, bis auf die Deckelfläche, sind ladungsfrei. Der allgemeine Lösungsansatz, der die Randbedingungen einer verschwindenden Normalenableitung auf den 5 Quaderflächen erfüllt, ist




Die Entwicklungkoeffizienten werden (wie zuvor) durch die letzte Randbedingung bestimmt






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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R.  Dreizler C.  Lüdde     2005