Lösung der Aufgabe 4.1
Geeignete Ansätze für das Potential in den beiden Teilräumen
(benutze Zylinderkoordinaten) haben die Form
und müssen durch die Bedingungen
- stetige Tangentialkomponente des
-Feldes
- stetige Normalkomponente der dielektrischen Verschiebung
aneinandergeschlossen werden.
Ein korrekter Ansatz in dem Dielektrikum 1,
der das ursprüngliche Punktladungspotential plus ein
Spiegelladungspotential aufgrund einer zu bestimmenden Spiegelladung
an der Stelle
darstellt, ist
Das Potential in dem Gebiet
wird durch eine modifizierte Ladung
an der Stelle
beschrieben
Die zwei Anschlussbedingungen ergeben
für die unbekannten Ladungen
Die folgenden Spezialfälle kann man herausstellen:
- (a)
- Für
mit
erhält man das Potential einer Punktladung vor
einer dielektrischen Halbebene.
- (b)
- Für
ist nur ein Dielektrikum vorhanden. Es ist dann
und das Potential im gesamten Raum ist
- (c)
- Der Grenzfall
beschreibt eine Grenzfläche
aus Metall. Man erhält dann das `Standardergebnis`
der Spiegelladungsmethode.
Die auf der Trennschicht vorhandenen Polarisationsladungen werden durch
charakterisiert (Abb. 0.1 und 0.2).
Abbildung 0.1:
Die Polarisationladung in Abhängigkeit von
mit den Parametern
,
(obere Kurven) bzw.
(untere Kurven) für die beiden
Abstände
(blau) und
(grün)
 |
Eine alternative Darstellung der Dichteverteilung für die Polarisationsladung
wird in Abb. 0.2 gezeigt.
Abbildung 0.2:
Alternative Darstellung der Dichteverteilung der Polarasiationsladung
mit den Parametern
,
,
und
(oberer Streifen)
sowie
(unterer Streifen)
 |
Die Polarisationsladungsdichte ist
(
vorausgesetzt) positiv,
falls
bzw. negativ falls
ist.
Die gesamte auf der Trennschicht vorhandene Ladung berechnet sich zu
Das elektrische Feld in den Teilräumen ist
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005