Lösung der Aufgabe 4.11
Fall (A): Durch das Einschieben des Dielektrikums (Abb. 0.1)
Abbildung 0.1:
Kondensatorgeometrie
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ändert sich die Verteilung
der Flächenladungen auf den Platten
Mit
folgt
Mit diesen Ergebnissen kann man die Spannung zwischen den Kondensatorplatten
und die Kapazität des Kondensators als Funktion der Länge
angeben
Die Kapazität ist
Während die Spannung abnimmt, steigt die Kapazität linear mit der
Einschiebestrecke.
Den Energieinhalt gewinnt man aus der Relation (4.52)
im Endeffekt zu
Die in dem Kondensator gespeicherte Energie für
ist
Man kann also für den Energieinhalt
schreiben. Die Energie nimmt einen Minimalwert an, wenn das Dielektrikum
vollständig in den Kondensator eingeschoben ist.
Dies bedingt (gemäß der Aussage, dass in der Natur
minimale Energiezustände eingenommen werden), dass das Dielektrikum durch die
Wirkung des elektrischen Feldes in den Kondensator gezogen.
Die entsprechende Kraft gewinnt man aus der Energiebilanz
zu
Die Kraft besitzt eine positives Vorzeichen, zeigt also in Richtung der
Verschiebung.
Fall (B): In diesem Fall ist
vorgegeben, die Flächenladungsdichten in den zwei Teilgebieten sind
immer noch durch
verknüpft. Aus der Relation
kann nun die mittlere Flächenladungsdichte
berechnet
werden
Die Kapazität ändert sich gemäß
wie zuvor linear mit der Größe
Die in dem Kondensator gespeicherte Energie ist
Die gespeicherte Energie nimmt bei dem Einschieben des Dielektrikums
zu. Die Differenz wird der Batterie entnommen. Aus der Energiebilanz bei
Verschiebung des Dielektrikums um die infinitesimale Strecke
(bei fester Plattenspannung)
gewinnt man über
und
für die Kraft auf das Dielektrikum
Auch im Fall konstanter Plattenladung wird das Dielektrikum in den
Kondensator gezogen.
Fall (C):
Abbildung 0.2:
Zur Steighöhenmethode
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In dem Steighöhenexperiment (Abb. 0.2) wird die für die Anhebung der
Flüssigkeitssäule notwendige Energie
durch die Änderung der elektrischen Feldenergie bei konstanter Spannung
an den Platten
aufgebracht. Aus der Bilanzgleichung
folgt für die elektrische Suszeptibilität
Aus der Steighöhe kann man somit bei vorgegebener Dichte der Flüssigkeit
und den Kondensatorparametern (
,
) die Suszeptibilität
bestimmen.
Das gleiche Ergebnis erhält man, wenn man (bei konstanter Spannung) den
Flüssigkeitsdruck gegen den elektrischen Druck (auch ponderometrischer
Druck genannt) ausspielt.
Es ist
Daraus folgt ebenfalls
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005