Lösung der Aufgabe 4.12



Für den Real- und den Imaginärteil von findet man direkt




Um die Gleichung der Äquipotentiallinien des Systems zu bestimmen, eliminiert man aus dieser Parameterdarstellung. Aus der zweiten Gleichung erhält man


Da die Exponentialfunktion positiv definit ist, sind nur Werte von und möglich, für die die rechte Seite dieser Gleichung positiv ist. Mit dieser Einschränkung kann man die Umkehrung


benutzen und in die erste Gleichung einsetzen. Man erhält die Relation


die für vorgegebene (vorgebbare) Werte von eine Gleichung der Form für die Äquipotentiallinien darstellt. Um eine Vorstellung von dieser Funktion zu gewinnen, kann man einige spezielle Werte von betrachten. Um die Gleichung der Feldlinien zu gewinnen, eliminiert man aus den Gleichungen




Die erste Gleichung liefert


bzw.


Setzt man diese Relation in die zweite Gleichung ein, so erhält man


Trotz der anscheinenden Komplexität dieser Gleichungen ist auch in diesem Fall eine Teildiskussion möglich. Man betrachtet z.B. drei verschiedene Werte für das Argument der Arkuskosinusfunktion. Den Ergebnissen für 5 verschiedene Werte von entnimmt man die Aussage: Ist der Parameter positiv und groß genug, so kann man in allen 5 Fällen die Größe vernachlässigen. Es gilt dann in allen 5 Fällen


In anderen Worten: Die Feldlinien im Inneren des Plattenkondensators sind Geraden, die die zwei Platten verbinden (und die Äquipotentiallinien unter einem rechten Winkel schneiden). Am Rand der Platte beginnen die Kurven sich nach außen zu wölben (Abb. 0.6).

Abbildung 0.6: Feldlinien (blau) und Äquipotentiallinien (grün)
width="450"


Um die Parameter des Modells mit den Standardparametern des Plattenkondensators zu verknüpfen, definiert man z.B.




Das Potential auf den Platten () ist dann


und der Abstand der Platten ist




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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R. Dreizler C. Lüdde     2005