Für den Real- und den Imaginärteil von
findet man direkt
Um die Gleichung der Äquipotentiallinien des Systems zu bestimmen,
eliminiert man
aus dieser Parameterdarstellung.
Aus der zweiten Gleichung erhält man
Da die Exponentialfunktion positiv definit ist, sind nur Werte von
und
möglich, für die die rechte Seite dieser Gleichung
positiv ist. Mit dieser Einschränkung kann man die Umkehrung
benutzen und in die erste Gleichung einsetzen. Man erhält
die Relation
die für vorgegebene (vorgebbare) Werte von
eine Gleichung
der Form
für die Äquipotentiallinien darstellt.
Um eine Vorstellung von dieser Funktion
zu gewinnen, kann man einige spezielle Werte von
betrachten.
Um die Gleichung der Feldlinien zu gewinnen, eliminiert man
aus den
Gleichungen

Die erste Gleichung liefert
bzw.
Setzt man diese Relation in die zweite Gleichung ein, so erhält man
Trotz der anscheinenden Komplexität dieser Gleichungen ist auch in
diesem Fall eine Teildiskussion möglich. Man betrachtet z.B. drei
verschiedene Werte für das Argument der Arkuskosinusfunktion.
- Ist
, so folgt wegen
für die Koordinaten
- Für
findet man wegen
entsprechend
- Ist
, so folgt wegen
Den Ergebnissen für 5 verschiedene Werte von
entnimmt man die
Aussage: Ist der Parameter
positiv und groß genug, so kann man
in allen 5 Fällen die Größe
vernachlässigen. Es
gilt dann in allen 5 Fällen
In anderen Worten: Die Feldlinien im Inneren des Plattenkondensators sind
Geraden, die die zwei Platten verbinden (und die Äquipotentiallinien
unter einem rechten Winkel schneiden). Am Rand der Platte beginnen die
Kurven sich nach außen zu wölben (Abb. 0.6).
Abbildung 0.6:
Feldlinien (blau) und Äquipotentiallinien (grün)
 |
Um die Parameter des Modells mit den Standardparametern des Plattenkondensators
zu verknüpfen, definiert man z.B.
Das Potential auf den Platten (
) ist dann
und der Abstand der Platten ist
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005