Hinweise zur Lösung der Aufgabe 4.13
  1. Diskutiere die als Vorübung   angegebene komplexe Gleichung.
  2. Wähle aus der Kreisschar   zwei Kreise aus, die der Vorgabe entsprechen.
  3. Vereinfache die Geometrie   des Problems durch die vorgeschlagene Transformation.
  4. Nutze die einfache Geometrie zur Bestimmung der Kapazität   der ursprünglichen Anordung.



Werkzeuge




Zurück zur Aufgabenstellung
<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R.  Dreizler C.  Lüdde     2005






















































4.13 Antwort zu H1



Die Gleichung
(1)

beschreibt für (zulässige) reelle Werte der Parameter einen Kreis in der komplexen Ebene mit dem Radius


und den Mittelpunktskoordinaten


Zum Beweis löst man in ( 1 ) zuerst die Betragsangaben auf


und sortiert


bzw.


Mit einer quadratischen Ergänzung


findet man




Hier liest man die Behauptung ab. Von Interesse sind auch die Schnittpunkte des Kreises mit der -Achse




Die Ausgangsgleichung bedingt, dass größer als Null sein muss. Die Bedingung führt auf die Beschränkung Je nachdem, ob oder ist, liegen die Mittelpunkte der Kreise auf der negativen oder positiven reellen Achse (Abb. 0.1).
Abbildung 0.1: Die Kreisschar


Betrachtet man Kreise mit festem als Funktion von , so findet man, beginnend mit einem `Kreis` mit Radius Null an der Stelle mit wachsenden Werten des Parameters Kreise mit wachsendem Radius, deren Mittelpunkte gegen wandern. Für ergibt sich der Grenzwert


Dieser Grenzkreis ist die imaginäre ()-Achse. Die Parameter sind durch die Vorgabe eines Kreises bestimmt. Löst man die Gleichungen für in der Form


auf, so erhält man eine quadratische Gleichung für


mit der Lösung


Da


ist, sind die beiden Lösungen durch


verknüpft. Die Größe ist durch


bestimmt.

   Wähle aus der Kreisschar   zwei Kreise aus, die der Vorgabe entsprechen.


Zurück zu den Hinweisen


<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R.  Dreizler C.  Lüdde     2005






















































4.13 Antwort zu H2



Aus der Vorgabe von und kann man drei Scharparameter bestimmen, so z.B. aus den Relationen




und



   Vereinfache die Geometrie   des Problems durch die vorgeschlagene Transformation.


Zurück zu den Hinweisen


<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R.  Dreizler C.  Lüdde     2005






















































4.13 Antwort zu H3



Um die Geometrie zu vereinfachen, transformiert man von der komplexen Ebene in die komplexe Ebene mit




Die Umkehrung dieser Transformation lautet


Die Relationen


für zwei Kreise in der Ebene, z.B. mit transformieren sich somit in


oder


in der -Ebene. Diese Gleichungen beschreiben zwei (bezüglich des Nullpunktes) konzentrische Kreise (Abb. 0.2).


Abbildung 0.2: Transformation
         



   Nutze die einfache Geometrie zur Bestimmung der Kapazität   der ursprünglichen Anordung.


Zurück zu den Hinweisen


<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R.  Dreizler C.  Lüdde     2005






















































4.13 Antwort zu H4



In der -Ebene kann man das bekannte Ergebnis für die Kapazität pro Längeneinkeit eines Zylinderkondensators (mit konzentrischen Zylindern) benutzen


Um die Kapazität in der -Ebene darzustellen, bzw. durch die Vorgaben auszudrücken, ist noch eine Umrechnung notwendig. Man schreibt zunächst mit





und benutzt den Zusammenhang zwischen dem natürlichen Logarithmus () und dem Inversen des hyperbolischen Kosinus () ()


Man setzt noch das Additionstheorem für die -Funktion (siehe Werkzeuge) ein


benutzt


für die Quadratwurzeln und erhält


Um die verbleibende Konstante zu eliminieren bzw. den Abstand der Mittelpunkte einzubringen, berechnet man




Auflösung ergibt


Die gesuchte Kapazität lautet somit


Für und geht dieses Resultat in die Formel für den einfachen Zylinderkondensator über




Zurück zu den Hinweisen              Zurück zur Aufgabenstellung              Zurück zum Inhaltsverzeichnis


<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R.  Dreizler C.  Lüdde     2005