Hinweise zur Lösung der Aufgabe 4.4
-
Formuliere einen
Ansatz
für die gesuchte Greensfunktion und kommentiere das weitere Vorgehen.
-
Welche Aussagen ergeben die
Randbedingungen
für die Greensfunktion?
-
Nutze nun die
Symmetrie der Greensfunktion
aus.
-
Im nächsten Schritt spielt die
Singularität
der Differentialgleichung eine Rolle. Dadurch wird die letzte Größe festgelegt.
-
Diskutiere den
Grenzfall
-
Berechne die
Normalenableitungen
der Greensfunktion auf den zwei Randflächen.
-
Überprüfe den
Oberflächenbeitrag
in der Lösungsformel (4.24), Kap. 4.3. für die Vorgabe
von konstanten Randwerten
und
.
Zurück zur Aufgabenstellung
<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
4.4 Antwort zu H1
Gemäß den Ausführungen im D.tail 4.3 kann für kugelsymmetrische
Probleme die Greensfunktion in der Form
angesetzt werden, wobei der Radialanteil die Differentialgleichung
erfüllt. Das vorliegende Problem unterscheidet sich von dem Problem in
D.tail 4.3 in der Vorgabe der Randbedingungen: Das Potential des
Dirichletproblems soll auf zwei Kugelflächen mit den Radien
jeweils einen vorgegebenen Wert annehmen. Dies bedeutet dass die
Greensfunktion auf diesen Kugelflächen verschwindet. Ansonsten kann man
die gleiche Technik zur Bestimmung der Radialfunktion wie in Kap. 4.3
benutzen.
Die Tatsache, dass die Radialanteile der Poissongleichung für das
Potential und die Differentialgleichung für
die gleiche Form
haben, führt auf den Ansatz
Welche Aussagen ergeben die
Randbedingungen
für die Greensfunktion?
Zurück zu den Hinweisen
<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
4.4 Antwort zu H2
Die Randbedingungen
führen auf die Relationen
für die Koeffizientenfunktionen. Auflösung liefert
das Zwischenergebnis
Nutze nun die
Symmetrie der Greensfunktion
aus.
Zurück zu den Hinweisen
<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
4.4 Antwort zu H3
Die Symmetriebedingung
liefert die Relation
die durch
erfüllt wird. Damit sind die zwei Radialfunktionen bis auf eine Konstante bestimmt
Im nächsten Schritt spielt die
Singularität
der Differentialgleichung eine Rolle. Dadurch wird die letzte Größe festgelegt.
Zurück zu den Hinweisen
<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
4.4 Antwort zu H4
Die Singularität bedingt eine Sprungbedingung für die erste
Ableitung der Greensfunktion. Für deren Auswertung
benötigt man die Ableitungen der Funktionen
und
Setzt man diese in die Sprungbedingung ein, so erhält man nach dem
Grenzübergang und Sortieren
bzw.
Damit lautet das Endresultat für die radialen Greensfunktionen
Die beiden Greensfunktionen unterscheiden sich durch Vertauschung von
und
in den
-abhängigen Faktoren.
Diskutiere den
Grenzfall
Zurück zu den Hinweisen
<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
4.4 Antwort zu H5
In dem Grenzfall
erhält man die im D.tail 4.3
gewonnene Greensfunktion, so z.B.
und entsprechend
Berechne die
Normalenableitungen
der Greensfunktion auf den zwei Randflächen.
Zurück zu den Hinweisen
<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
4.4 Antwort zu H6
Die Normalenableitungen stehen senkrecht auf den Flächen, die das
vorgegebene Volumen begrenzen und zeigen nach außen (Abb. 0.1).
Abbildung 0.1:
Normalenableitungen
 |
Somit ist
auf der Innenfläche und
auf der Außenfläche. Explizit erhält man für die Ableitung
der zuständigen radialen Greensfunktionen auf der Innenfläche:
wobei zur Abkürzung
benutzt wurde. Auf der Außenfläche ist
einzusetzen.
Überprüfe den
Oberflächenbeitrag
in der Lösungsformel (4.24), Kap. 4.3. für die Vorgabe
von konstanten Randwerten
und
.
Zurück zu den Hinweisen
<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
4.4 Antwort zu H7
Benutzt man die berechneten Normalenableitungen, so erhält man für
die Oberflächenbeiträge in der Lösungsformel (4.24) des Dirichletproblems
Das Integral über die Kugelflächenfunktionen liefert
so dass sich wegen
der Oberflächenbeitrag zu
dem Potential zu
ergibt. Setzt man die Radien der Grenzflächen ein, so findet man, wie erwartet,
Die Oberflächenbeiträge ergeben in der Tat die Randbedingungen, wodurch das Ergebnis
partiell überprüft wurde.
Zurück zu den Hinweisen
Zurück zur Aufgabenstellung
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005