Die gesuchte Greensfunktion kann aus den Lösungen der zweidimensionalen
Laplacegleichung in ebenen Polarkoordinaten
konstruiert werden. Der Separationsansatz
führt auf die gewöhnlichen Differentialgleichungen
Die Lösung der Winkelgleichung, die der Randbedingung des Problems
für den Winkelanteil entspricht, lautet in komplexer
bzw. in reeller Notation
Die Größe wird zu
bestimmt.
Die Radialgleichung kann nach bewährtem Muster
diskutiert werden. Die allgemeine Lösung ist
wobei nur -Werte, die größer als Null sind, benutzt werden.
Um die Differentialgleichung für die Greensfunktion
in ebenen Polarkoordinaten zu lösen, benutzt man somit
den Ansatz
Nach Ausführung der Differentiation nach der Winkelvariablen kann der
Winkelanteil mit
eliminiert werden. Die verbleibende Differentialgleichung für den
Radialanteil
entspricht der Differentialgleichung für den Radialanteil der
Laplacegleichung in ebenen Polarkoordinaten. Aus diesem Grund lautet
ein Ansatz für den Radialanteil
Die vier auftretenden Funktionen von werden durch die
Standardbedingungen
Randbedingung, Symmetriebedingung und Verhalten der Ableitung für
bestimmt.
Die Randbedingungen
ergeben
Die Symmetriebedingung
erfordert
Diese Bedingung kann für beliebige Werte von
nur
erfüllt werden, falls
und
ist. Die Radialfunktionen lauten somit nach diesen zwei Schritten
Zur Bestimmung der Konstanten betrachtet man das Verhalten der
ersten Ableitung der radialen Greensfunktion
an den Stellen mit Die entsprechende Sprungbedingung
liefert (in dem Grenzfall
)
oder
Zusammenfassung aller Teilergebnisse liefert die gesuchte Greensfunktion
in der Form
Dabei ist die größere/kleinere der Variablen und
und
.