Lösung der Aufgabe 4.5



Die gesuchte Greensfunktion kann aus den Lösungen der zweidimensionalen Laplacegleichung in ebenen Polarkoordinaten




konstruiert werden. Der Separationsansatz


führt auf die gewöhnlichen Differentialgleichungen




Die Lösung der Winkelgleichung, die der Randbedingung des Problems


für den Winkelanteil entspricht, lautet in komplexer


bzw. in reeller Notation


Die Größe wird zu


bestimmt. Die Radialgleichung kann nach bewährtem Muster diskutiert werden. Die allgemeine Lösung ist


wobei nur -Werte, die größer als Null sind, benutzt werden. Um die Differentialgleichung für die Greensfunktion


in ebenen Polarkoordinaten zu lösen, benutzt man somit den Ansatz


Nach Ausführung der Differentiation nach der Winkelvariablen kann der Winkelanteil mit




eliminiert werden. Die verbleibende Differentialgleichung für den Radialanteil




entspricht der Differentialgleichung für den Radialanteil der Laplacegleichung in ebenen Polarkoordinaten. Aus diesem Grund lautet ein Ansatz für den Radialanteil




Die vier auftretenden Funktionen von werden durch die Standardbedingungen
Randbedingung, Symmetriebedingung und Verhalten der Ableitung für
bestimmt. Die Randbedingungen


ergeben


Die Symmetriebedingung


erfordert


Diese Bedingung kann für beliebige Werte von nur erfüllt werden, falls


und


ist. Die Radialfunktionen lauten somit nach diesen zwei Schritten




Zur Bestimmung der Konstanten betrachtet man das Verhalten der ersten Ableitung der radialen Greensfunktion an den Stellen mit Die entsprechende Sprungbedingung




liefert (in dem Grenzfall )


oder


Zusammenfassung aller Teilergebnisse liefert die gesuchte Greensfunktion in der Form




Dabei ist die größere/kleinere der Variablen und und .


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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R.  Dreizler C.  Lüdde     2005