Hinweise zur Lösung der Aufgabe 5.3
  1. Berechne die Stromdichte   der rotierenden, homogenen Ladungsverteilung.
  2. Schlage eine Lösungsstrategie vor.  
  3. Bereite die Berechnung des Vektorpotentials   mit Hilfe einer Multipolentwicklung vor.
  4. Werte die Winkelintegration in der Multipolentwicklung   des Vektorpotentials aus.
  5. Jetzt ist die Radialintegration   durchzuführen.
  6. Berechne die magnetische Induktion.  
  7. Berechne das magnetische Moment   der Ladungsverteilung.
  8. Zerlege den Vektor in Kugelkoordinaten, diskutiere   die Felder und
  9. Führe (andeutungsweise) die Kontrollrechnung mit Hilfe einer direkten Integration   durch.



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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R.  Dreizler C.  Lüdde     2005






















































5.3 Antwort zu H1



Aus der Vorgabe kann man die zugehörige Stromdichte berechnen. Ein Volumenelement der Kugel an der Stelle hat die Geschwindigkeit (Abb. 0.1)

Abbildung 0.1: Zur Multipolentwicklung




Aus der Umschreibung


ergibt sich



   Schlage eine Lösungsstrategie vor.  


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5.3 Antwort zu H2



Zur Berechnung des Vektorpotential der rotierenden Ladungen kann man auf Kap. 5.3 (5.25)


zurückgreifen. Zur Auswertung der drei (!) anstehenden Integrale ist es unter Umständen möglich, eine elementare Integration durchzuführen, falls man das Koordinatensystem geschickt wählen kann. Alternativ kann (oder muss) man eine Auswertung über die Multipolentwicklung der inversen Abstandsfunktion benutzen. Ist bestimmt, so gewinnt man das -Feld durch Differentiation


Zur Berechnung des magnetischen Moments der rotierenden Ladungsverteilung muss man den Ausdruck (Kap. 5.3 (5.35))


auswerten.

   Bereite die Berechnung des Vektorpotentials   mit Hilfe einer Multipolentwicklung vor.


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5.3 Antwort zu H3



Bei der Anwendung der Multipolentwicklung (siehe Kap. 3.3 (3.34))


in




ist es nützlich, die Zählerfunktion durch Kugelflächenfunktionen darzustellen, um die Orthogonalitätsrelation dieser Funktionen


auszunutzen und somit die Anzahl der Terme in der Summe über zu beschränken. Zur Auswertung der drei Integrale, die hier anstehen,


benötigt man eine Darstellung der Koordinaten durch Kugelflächenfunktionen. Ausgehend von den Definitionen




findet man die Umkehrungen





   Werte die Winkelintegration in der Multipolentwicklung   des Vektorpotentials aus.


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5.3 Antwort zu H4



Mit der Darstellung der drei kartesischen Koordinaten durch Kugelkoordinaten kann man die Winkelintegrale für die drei anstehenden Integrale ausführen. Für die verbleibende Radialintegration sind (wie so oft) Fallunterscheidungen zu treffen. Im Einzelnen berechnet man




wobei das verbleibende Radialintegral


darstellt. Mit der Orthogonalitätsrelation erhält man


bzw. nach Wiedereinsetzen der Kugelflächenfunktionen


Entsprechend findet man für die anderen Integrale





   Jetzt ist die Radialintegration   durchzuführen.


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5.3 Antwort zu H5



Zur Berechnung der Radialintegrale sind die Fallunterscheidungen (Feldpunkt außerhalb der Kugel) und (Feldpunkt innerhalb der rotierenden Kugel) notwendig. Für lautet das Radialintegral


Für muss man das Radialintegral in zwei Bereiche aufspalten




Führt man zur Zusammenfassung der drei Integrale wieder den Vektor ein, so kann man das Ergebnis für das Vektorpotential in der folgenden Form schreiben: Für erhält man




bzw. bei Benutzung der Gesamtladung




Für lautet das Ergebnis




Das Vektorpotential ist für Punkte mit stetig.

   Berechne die magnetische Induktion.  


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5.3 Antwort zu H6



Zur Berechnung der magnetischen Induktion muss man die Rotation des Vektorpotentials bilden. Schreibt man so folgt aus der Produktregel für Ableitungen




Die Rotation des Kreuzproduktes ist (für eine konstante Winkelgeschwindigkeit)




Für den Gradienten des Vorfaktors erhält man




Setzt man diese Einzelergebnisse zusammen, so findet man für




Löst man das doppelte Vektorprodukt noch mit


auf, so lautet das Endergebnis


Das Außenfeld hat Dipolstruktur. Für ergibt eine entsprechende Rechnung





   Berechne das magnetische Moment   der Ladungsverteilung.


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5.3 Antwort zu H7



Zur Auswertung der Formel




benutzt man die Zerlegung


und wählt das Koordinatensystem so, dass


ist. Die Formel für das magnetische Moment lautet dann


Mit


und


verbleibt für das Radialintegral


Führt man wieder den Vektor ein, so findet man (in Übereinstimmung mit D.tail 5.4)


Das Außenfeld ist in der Tat



   Zerlege den Vektor in Kugelkoordinaten, diskutiere   die Felder und


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5.3 Antwort zu H8



Die weitere Betrachtung wird etwas übersichtlicher, wenn man das Koordinatensystem so wählt, dass die Drehachse und die -Achse zusammenfallen. Mit


kann man die Ergebnisse für die magnetische Induktion in der Form


mit


sowie


schreiben. Hier erkennt man, dass sowohl die Normalkomponente von als auch die Tangentialkomponente an Stellen mit stetig sind. Die Stetigkeit der Normalkomponente entspricht der Relation . Die Stetigkeit der -Komponente kann man folgendermaßen erläutern: Es sind nur wahre Ströme vorhanden. Infolge der Abwesenheit von magnetisierter Materie gilt


Diese Aussage wird durch die Berechnung von bestätigt. So findet man in dem Außenraum


und in dem Innenraum


Dieses Resultat entspricht (bei der Wahl der Drehachse als -Achse) der Bestimmungsgleichung für die magnetische Feldstärke


Es besagt auch, dass man bei der Wahl einer Stokesschleife parallel zu einem Längengrad keinen Sprung in der -Komponente des Feldes erhält, diese Komponente also stetig ist.

   Führe (andeutungsweise) die Kontrollrechnung mit Hilfe einer direkten Integration   durch.


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5.3 Antwort zu H9



Bei der Berechnung des Vektorpotentials mit elementaren Methoden ist es immer nützlich, den Winkel zwischen den Vektoren und in möglichst einfacher Weise darzustellen. Im Fall von Kugelsymmetrie wählt man als Richtung des Vektors z.B. die -Richtung (Abb. 0.2).

Abbildung 0.2: Alternative Koordinatenwahl


Für das Skalarprodukt der Vektoren und gilt dann


so dass durch die Integrale




berechnet werden kann. Integration über den Azimutalwinkel bedingt, dass die Integrale


für , die - und die -Komponenten, verschwinden. Es bleibt


mit


Das Integral über die Variable ist elementar




Setzt man die Grenzen ein, so findet man




Bei der Auflösung der Wurzel mit dem Minuszeichen muss man die Fallunterscheidungen und beachten. Man schreibt




Das verbleibende Radialintegral für ist z.B.


Da der Vektor bei der Wahl des Koordinatensystems nur eine -Komponente besitzt, kann man für das Vektorpotential




schreiben.


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Cora Luedde
2004-12-23