Lösung der Aufgabe 5.3



Aus der Vorgabe kann man die Stromdichte der rotierenden Kugel zu


berechnen. Bei der Anwendung der Multipolentwicklung zu der Berechnung des Vektorpotentials anhand der Ausgangsformel




benutzt man


und die Darstellung der kartesischen Koordinaten durch Kugelflächenfunktionen




Die Winkelintegration ergibt




wobei das verbleibende Radialintegral


darstellt. Zur Berechnung des Radialintegrals sind die Fallunterscheidungen (Feldpunkt außerhalb der Kugel) und (Feldpunkt innerhalb der rotierenden Kugel) notwendig. Für lautet das Radialintegral


Für muss man das Radialintegral in zwei Bereiche aufspalten




Führt man zur Zusammenfassung der drei Integrale wieder den Vektor ein, so kann man das Ergebnis für das Vektorpotential in der folgenden Form schreiben: Für erhält man




für lautet das Ergebnis




Das Vektorpotential ist für Punkte mit stetig. Zur Berechnung der magnetischen Induktion muss man die Rotation des Vektorpotentials bilden. Das Ergebnis lautet für


Das Außenfeld ist ein typisches Dipolfeld nach dem Muster


wobei das Dipolmoment durch


gegeben ist. Für ergibt eine entsprechende Rechnung




Die weitere Betrachtung wird etwas übersichtlicher, wenn man das Koordinatensystem so wählt, dass die Drehachse und die -Achse zusammenfallen. Mit dieser Wahl findet man für


die Komponenten


sowie


Hier erkennt man, dass sowohl die Normalkomponente von als auch die Tangentialkomponente an Stellen mit stetig sind. Die Stetigkeit der Normalkomponente entspricht der Relation . Die Stetigkeit der -Komponente kann man folgendermaßen erläutern: Es sind nur wahre Ströme vorhanden. Infolge der Abwesenheit von magnetisierter Materie gilt


Diese Aussage wird durch die Berechnung von bestätigt. So findet man in dem Außenraum


und in dem Innenraum


Dieses Resultat entspricht (bei der Wahl der Drehachse als -Achse) der Bestimmungsgleichung für die magnetische Feldstärke


Es besagt auch, dass man bei der Wahl einer Stokesschleife parallel zu einem Längengrad keinen Sprung in der -Komponente des Feldes erhält, diese Komponente also stetig ist. Bei der elementaren Auswertung stehen bei geeigneter Wahl des Koordinatensystems die Integrale


zur Diskussion. Die Integration über den Azimutalwinkel bedingt, dass die Integrale für die - und die -Komponenten verschwinden. Es bleibt


mit


Die elementare Auswertung ergibt ein Resultat, das man in Übereinstimmung mit dem Ergebnis der Multipolentwicklung in der Form




schreiben kann.


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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R.  Dreizler C.  Lüdde     2005