Hinweise zur Lösung der Aufgabe 5.4
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Gib die Formeln für die Berechnung der
Stromdichte
an.
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Werte die Formel für das
Vektorpotential
mit Hilfe der Multipolentwicklung aus. Führe die Winkelintegration
durch.
-
Führe die
Radialintegration
für das Vektorpotential durch.
-
Berechne die
magnetische Induktion.
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Überprüfe das
magnetische Moment
durch direkte Berechnung.
-
Diskutiere das
Resultat
für die magnetische Induktion.
Werkzeuge
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
5.4 Antwort zu H1
Die Formel für die Stromdichte, die in Aufg. 5.3 benutzt wurde, ist
auch in diesem Beispiel gültig. Die Tatsache, dass die Ladungsdichte
auf eine infinitesimal dünne Schale beschränkt ist, greift an dieser
Stelle noch nicht. Man betrachtet also auch hier ein Volumenelement
der Kugelschale an der Stelle
mit der Geschwindigkeit
(Abb. 0.1)
Abbildung 0.1:
Zur Multipolentwicklung
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Aus der Umschreibung
ergibt sich die Formel
Werte die Formel für das
Vektorpotential
mit Hilfe der Multipolentwicklung aus. Führe die Winkelintegration
durch.
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5.4 Antwort zu H2
Zur Berechnung des Vektorpotentials
steht die Auswertung der Integrale
an. Zusammen mit der Multipolentwicklung
benutzt man die Darstellung der kartesischen Koordinaten
durch Kugelflächenfunktionen. Ausgehend von den Definitionen
findet man die Umkehrungen
Damit kann man die Winkelintegrale für die drei anstehenden Integrale
ausführen. Im Einzelnen berechnet man
wobei
das verbleibende Radialintegral
darstellt. Mit der Orthogonalitätsrelation erhält man
bzw. nach Wiedereinsetzen der Kugelflächenfunktionen
und entsprechend für die anderen Integrale
Führe die
Radialintegration
für das Vektorpotential durch.
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5.4 Antwort zu H3
Führt man zur Zusammenfassung der drei Integrale
wieder den Vektor
ein, so kann man das Ergebnis für das Vektorpotential in der
folgenden Form schreiben:
wobei
hier durch
gegeben ist.
Auch hier ist eine Fallunterscheidung für
und
notwendig.
Ist
so gilt
Für
ist
Für das Vektorpotential erhält man somit bei Benutzung der Aussage
Das Vektorpotential ist für
stetig.
Berechne die
magnetische Induktion.
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5.4 Antwort zu H4
Für die magnetische Induktion findet man mit
in dem Innen- und dem Außengebiet der Kugelschale
Das Innenfeld ist homogen und proportional zu dem Vektor der
Drehgeschwindigkeit. Das Außenfeld ist ein typisches Dipolfeld nach dem
Muster
wobei das Dipolmoment gemäß
zu definieren ist.
Überprüfe das
magnetische Moment
durch direkte Berechnung.
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5.4 Antwort zu H5
Das Resultat für das magnetische Moment kann man
auch direkt aus der Definition Kap. 5.3 (5.35)
gewinnen. Fächert man das doppelte Vektorprodukt auf und geht zu einer
Koordinatendarstellung über, so findet man
Für die Winkelintegrale benutzt man
so dass man für den Winkelanteil (
) des zweiten Terms zunächst
erhält. Die verbleibende Integration mit
ergibt dann
Das magnetische Moment ist also in der Tat
Diskutiere das
Resultat
für die magnetische Induktion.
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5.4 Antwort zu H6
Die Betrachtung der Stetigkeit der Komponenten des
-Feldes
wird auch in diesem Beispiel durch die Wahl
vereinfacht.
Für die Komponenten des Außenfeldes (
) erhält man
Die Komponenten des Innenfeldes (
) sind
Man stellt fest, dass die Radialkomponente für
stetig ist, die
Winkelkomponente dagegen nicht. Berechnet man in diesem
Beispiel die Rotation der magnetischen Induktion, so findet man
Auch in diesem Beispiel sind keine magnetisierten Materialien vorhanden
und das
-Feld und das
-Feld sind identisch. Doch
bedingt die singuläre Stromdichte einen Sprung in der Winkelkomponente.
Im Vergleich mit den Resultaten aus Aufg. 5.3 kann man bemerken: Die
magnetische Induktion im Außenbereich stimmt bis auf einen Zahlenfaktor,
der sich auch in dem magnetischen Moment niederschlägt, überein. Im
Innenbereich ist die Induktion in diesem Beispiel ein konstanter Vektor in
Richtung der Winkelgeschwindigkeit.
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