Lösung der Aufgabe 5.6



Die Magnetostatik wird bei Anwesenheit von magnetisierter Materie durch die Gleichungen




charakterisiert. Die magnetische Induktion und die magnetische Feldstärke sind durch die Magnetisierung des vorhandenen Materials verknüpft


Aus der mikroskopischen Materialgleichung folgt die Relation


die Quellen der Feldstärke sind durch die Quellen der Magnetisierung bestimmt. Sind keine wahren Ströme in dem Raumgebiet von Interesse vorhanden, so gilt die Aussage


anhand derer man die Feldstärke durch ein magnetisches Skalarpotential darstellen kann


Geht man mit dem Ansatz


in die Gleichung für die Divergenz der Feldstärke ein, so erhält man


eine Poissongleichung zur Bestimmung des magnetischen Skalarpotentials. Eine formale Lösung für den Fall von einfachen Randbedingungen ist (siehe Kap. 3.1)


Für die Divergenz der vorgegebenen konstanten Magnetisierung, z.B.


findet man


Die Divergenz ist nur auf der Oberfläche des Zylinders von Null verschieden. Man kann in den Gebieten und die Lösungen der Laplacegleichung


betrachten, die für in geeigneter Weise zu verknüpfen sind. Die partielle Differentialgleichung (nutze Geometrie)


separiert mit dem Ansatz


in die gewöhnlichen Differentialgleichungen




Für das vorliegende Problem sind nur die Lösungen


sowie




von Interesse. Um die Randbedingungen an zu erfüllen, muss man als Lösung der partiellen Differentialgleichung




ansetzen. Zur Bestimmung der Entwicklungskoeffizienten der allgemeinen Lösung dienen die Anschlussbedingungen für : Auswertung dieser Bedingungen liefert


und


Das Endergebnis lautet somit




Für Stellen mit springt die Normalkomponente von um den Betrag Das Außenfeld fällt mit ab.




Hier springt die Tangentialkomponente an den Stellen mit um den Betrag Die Variation der Feldkomponenten (ohne die trigonometrischen Funktionen) wird in Abb. 0.1 und 0.2) gezeigt.


Abbildung 0.1: Variation von und (Radialkomponente) mit


Abbildung 0.2: Variation von und (Winkelkomponente) mit



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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R.  Dreizler C.  Lüdde     2005