Lösung der Aufgabe 5.7



Da in den Windungen des Torus ein wahrer Strom fließt, berechnet man zweckmäßigerweise zuerst die magnetische Feldstärke auf der Basis des Ampèreschen Gesetzes (Kap. 5.2.2) in der Integralform


Auswertung ergibt für den Betrag des -Feldes


in den beiden Maßsystemen




Die Richtung ist tangential an die Kurve Für weiches Eisen kann man die einfache Materialgleichung voraussetzen. Die magnetische Induktion ist also


in den beiden Maßsystemen


Die Richtung der magnetischen Induktion stimmt mit der Richtung des -Feldes überein. Schneidet man einen Sektor mit dem Winkel aus dem Eisenkern aus, so spaltet das Kurvenintegral in zwei Anteile auf. Da jedoch die Normalkomponente des -Feldes an den Schnittstellen stetig ist (und nicht die Normalkomponente des -Feldes), muss man das Kurvenintegral


in der Form


umschreiben. Es folgt dann


Da der Faktor in den eckigen Klammern größer als ist, wird die magnetische Induktion durch den Spalt reduziert. Die magnetische Feldstärke in den beiden Segmenten des Torus ist


bzw. in den beiden Maßsystemen


und


mit


Bringt man anstelle des ausgeschnittenen Segmentes ein Material mit der Permeabilität ein, so lautet die Bestimmungsgleichung für das -Feld


Auflösung ergibt


Die Relationen zwischen dem -Feld und den - Feldern in den beiden Segmenten des Torus sind die gleichen wie im Fall eines Segmentes mit Luft.


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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R.  Dreizler C.  Lüdde     2005