Hinweise zur Lösung der Aufgabe 6.1
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Wie berechnet man
das Vektorpotential
und die magnetische Induktion
in dieser Aufgabe?
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Wähle ein geeignetes
Koordinatensystem
und bereite die Berechnung des Vektorpotentials vor.
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Werte die Formel für das
Vektorpotential
aus.
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Berechne die magnetische
Induktion.
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Berechne die
Wechselinduktion
für Drähte mit einer endlichen Länge.
-
Betrachte den
Grenzfall
unendlich langer Drähte.
Werkzeuge
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
6.1 Antwort zu H1
Für dünne Leiter, die von einem Strom der Stärke
durchflossen
werden, kann man das Vektorpotential über die Biot-Savart Form
berechnen. Das Vektorpotential von zwei Leitern ergibt sich dann durch
Superposition
das zugehörige
-Feld aus der Formel
Wähle ein geeignetes
Koordinatensystem
und bereite die Berechnung des Vektorpotentials vor.
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6.1 Antwort zu H2
Das Koordinatensystem wird so gewählt, dass die vorgegebenen geraden
Leiter in der
-
Ebene im Abstand
von der
-Achse
verlaufen (Abb. 0.1).
Abbildung 0.1:
Leitergeometrie:
-
Ebene
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Das
-Feld hat dann nur Komponenten in der
-
Ebene
(Abb. 0.2).
Abbildung 0.2:
Feldgeometrie:
-
Ebene
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Die infinitesimalen Leiterelemente haben jeweils die Form
Die Position dieser Elemente kann mit
angegeben werden. Wegen der Translationssymmetrie des Problems ist das
Vektorpotential unabhängig von der Koordinate
. Man kann somit den
Feldpunkt in die
-
Ebene legen
Für die Abstandsfunktionen gilt unter dieser Voraussetzung (Abb. 0.3)
und
Abbildung 0.3:
Zur Berechnung des Vektorpotentials
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Das gesamte Vektorpotential der beiden geraden Leiter
ist somit
wobei die Abkürzungen
benutzt werden.
Werte die Formel für das
Vektorpotential
aus.
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6.1 Antwort zu H3
Da die anstehenden Integrale von
bis
zu nehmen sind,
ist es zweckmäßig, uneigentliche Integrale für jeden der Leiter in dem
Intervall
bis
anzusetzen und dann den Grenzübergang
zu vollziehen. Man benutzt das Integral
Damit erhält man für den Betrag des Vektorpotentials
Der erste Term trägt in dem Grenzfall (wegen
) nicht bei, der
zweite ist von dem Grenzübergang nicht betroffen und ergibt (benutze
)
Berechne die magnetische
Induktion.
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6.1 Antwort zu H4
Die magnetische Induktion kann mittels
berechnet werden. Die Ableitungen der
-Komponente des
Vektorpotentials sind
Eine Illustration der magnetischen Induktion zeigt Abb. 0.4.
Abbildung 0.4:
Das Feldlinienbild der magnetischen Induktion
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Berechne die
Wechselinduktion
für Drähte mit einer endlichen Länge.
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6.1 Antwort zu H5
Die Berechnung der Wechselinduktion verlangt die Auswertung des
Integrals (siehe Kap. 6 (6.6))
Die infinitesimalen Leiterelemente sind
der Abstand der Leiterelemente ist (Abb. 0.5)
Abbildung 0.5:
Leitergeometrie
 |
Betrachtet man Leiterstücke der Länge
(von
bis
), so
ist das Integral
zu berechnen. Zur Auswertung der Integrale sind die Optionen
- (a)
- direkte Auswertung
- (b)
- Substitution
möglich.
Das Resultat der Integration
kann man mit der Relation
in einer alternativen Form darstellen. Für die Wechselinduktion findet man
dann
Betrachte den
Grenzfall
unendlich langer Drähte.
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6.1 Antwort zu H6
In dem Grenzfall
die Länge der Drähte ist größer als
deren Abstand, ist
In dem nichtlogarithmischen Anteil dominiert der Beitrag in
so dass man
erhält.
Sowohl das exakte Resultat als auch die Näherung zeigen, dass man nicht
in der Lage ist, eine Wechselinduktion pro Längeneinheit zu definieren.
Dies ist nur möglich, wenn
proportional zu
ist.
Für die vorliegende Situation ist der Grenzwert von
immer noch
unendlich.
Die Ausgangsgleichung (Kap. 6 (6.6)) wurde unter der Voraussetzung
hergeleitet, dass ein Beitrag von einer unendlich fernen Oberfläche
vernachlässigt werden kann. Dies trifft nicht zu, wenn sich die Leiter
bis ins Unendliche erstrecken.
An diesem Sachverhalt ändert sich nichts, wenn man versucht, das Problem
zu umgehen, indem man die symmetrische Form
ansetzt. (Bitte überprüfen!)
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005