Für dünne Leiter, die von Strömen der Stärke durchflossen
werden, kann man das Vektorpotential über die Biot-Savart Form
berechnen. Bei geeigneter Wahl des Koordinatensystems und aufgrund der
Translationssymmetrie gilt für die zwei parallelen Leiter
Die Geometrie ist in Abb. 0.1 und 0.2 dargestellt.
Abbildung 0.1:
Leitergeometrie: - Ebene
Abbildung 0.2:
Feldgeometrie: - Ebene
Auswertung der Integrale ergibt im Grenzfall unendlich langer Leiter
Die magnetische Induktion besitzt nur - und -Komponenten. Diese
erhält man durch Berechnung der Rotation zu
Eine Illustration der magnetischen Induktion zeigt Abb. 0.3.
Abbildung 0.3:
Das Feldlinienbild der magnetischen Induktion
Die Berechnung der Wechselinduktion verlangt die Auswertung des
Integrals (Kap. 6 (6.6))
Betrachtet man Leiterstücke der Länge (von bis ), so
ist das Integral
so findet man
Dieses Resultat kann man mit der Relation
in einer alternativen Form darstellen
In dem Grenzfall die Länge der Drähte ist größer als
deren Abstand, ist
In dem nichtlogarithmischen Anteil dominiert der Beitrag in
so dass man
erhält.
Sowohl das exakte Resultat als auch die Näherung zeigen, dass man nicht
in der Lage ist, eine Wechselinduktion pro Längeneinheit zu definieren.
Dies ist nur möglich, wenn
proportional zu ist.
Für die vorliegende Situation ist der Grenzwert von immer noch
unendlich.
Die Ausgangsgleichung (Kap. 6 (6.6)) wurde unter der Voraussetzung
hergeleitet, dass ein Beitrag von einer unendlich fernen Oberfläche
vernachlässigt werden kann. Dies trifft nicht zu, wenn sich die Leiter
bis ins Unendliche erstrecken.