Hinweise zur Lösung der Aufgabe 6.2
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Bereite die Auswertung der Formel zur Berechnung des
Wechselstromkoeffizienten
vor.
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Sortiere die anstehenden Integrationen in zwei Schritten durch geeignete
Substitutionen.
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Führe das verbleibende Integral in eine Kombination von
elliptischen Integralen
über.
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Illustriere das Ergebnis, betrachte mögliche
Spezialfälle durch Entwicklung der elliptischen Integrale.
Werkzeuge
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
6.2 Antwort zu H1
Der Wechselstromkoeffizient zwischen zwei Stromkreisen kann durch das
Integral (siehe Kap. 6 (6.6))
berechnet werden. Zu integrieren ist über die Leitergeometrie, die durch
die Kurven
charakterisiert wird. Die Schleifen werden in
infinitesimale Kurvenstücke
zerlegt, deren Position durch
die Ortsvektoren
markiert werden. Mit der Wahl des
Koordinatensystems, wie in Abbildung
(Abb. 0.1)
Abbildung 0.1:
Koordinatenwahl
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angedeutet, kann man die einzelnen Vektoren folgendermaßen notieren. Für
die Positionsvektoren gilt:
Die infinitesimalen Wegstücke sind parallel zur
-
Ebene und
haben die Länge
Projiziert man sie auf die Achsen,
so erhält man (siehe Abb. 0.2)
Abbildung 0.2:
Linienelemente
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Die Zutaten für das Integral sind somit:
Der Abstand der infinitesimalen Elemente ist
bzw. nach direkter Auswertung
Das Skalarprodukt der infinitesimalen Elemente ist
Das Integral, das zur Auswertung ansteht, lautet somit
Sortiere die anstehenden Integrationen in zwei Schritten durch geeignete
Substitutionen.
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6.2 Antwort zu H2
Da in dem Integral
nur periodische Funktionen auftreten, kann man als erste Substitution
benutzen. Die Jacobideterminante dieser Transformation hat den Wert
Somit wird ein Rechteck in der
-
Ebene mit den
Seitenlängen
in ein Rechteck der
-
Ebene
mit den gleichen Seitenlängen abgebildet.
Es folgt
Die Integration über
ist trivial. Für die verbleibende
-Integration zeigt man zunächst, dass, infolge der
Periodizität der trigonometrischen Funktionen, das Integral über das
Intervall
zweimal dem Integral über das Intervall
entspricht:
Man substituiert in dem zweiten Integral
und
benutzt
und
Für die weitere Diskussion des Integrals bietet sich (wie bei diversen
Schwingungsproblemen der Mechanik) als zweite Substitution die Transformation
an. Die Substitution bedingt
sowie die Transformation der Grenzen
Das auszuwertende Integral kann nach diesen Schritten in der Form
notiert werden.
Führe das verbleibende Integral in eine Kombination von
elliptischen Integralen
über.
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6.2 Antwort zu H3
Um das Integral
weiter zu bearbeiten, ist es nützlich den Radikanden
(
) im Nenner näher zu betrachten. Das Ziel ist, eine Form zu gewinnen,
die eine Umschreibung in elliptische Integrale erlaubt. Man schreibt
zieht
heraus und definiert
Es ist dann
Es ist als Nächstes die Frage zu beantworten, ob man den Zähler
des Integranden
in ähnlicher Weise umformen kann. Man erweitert zu diesem Zweck zunächst
mit
und addiert und subtrahiert in der Klammer die
Setzt man diese Ergebnisse in das Integral ein, so stellt man fest, dass der
Wechselinduktionskoeffizient durch zwei vollständige elliptische
Integrale dargestellt werden kann. Es ist
bzw. in Standardnotation
Die elliptischen Integrale können (siehe Math.Kap. 4.5) durch Reihenentwicklungen
dargestellt werden
die für
gültig sind.
Illustriere das Ergebnis, betrachte mögliche
Spezialfälle durch Entwicklung der elliptischen Integrale.
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6.2 Antwort zu H4
Falls man sich auf die Entwicklung der elliptischen Integrale
in den niedrigsten Ordnungen beschränken kann, so ist
Zwei Spezialfälle können explizit betrachtet werden:
Der Abstand ist groß gegen den Radius der Stromkreise. Es
ist dann
Ist der Radius groß gegen den Abstand, so folgt
In diesem Fall ist es günstiger, das exakte Resultat oder eine der
Parametertransformationen der elliptischen Integrale zu benutzen.
Die Abbildung Abb. 0.3 zeigt einen Vergleich der Entwicklung
für die Wechselinduktion (bis zur Ordnung
, grün) mit dem
exakten Ergebnis (blau) über den Bereich der möglichen
-Werte.
Abbildung 0.3:
Exaktes Resultat (blau) versus Entwicklung (grün)
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Für
-Werte bis ca. 0.6 ist die Entwicklung ausreichend.
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