Hinweise zur Lösung der Aufgabe 6.3
  1. Welches der Magnetfelder berechnet man? Bereite die zuständigen Gleichungen   für die vorliegende Situation auf.
  2. Wie lautet die Stromdichte im Fall (a)?   Berechne das Magnetfeld.
  3. Wie lautet die Stromdichte im Fall (b)?   Berechne das Magnetfeld in diesem Fall.
  4. Wie kann man den Selbstinduktionskoeffizienten   für die zwei Koaxialleiter berechnen?
  5. Führe die Berechnung   des Selbstinduktionskoeffizienten für beide Fälle durch.
  6. Vergleiche die Ergebnisse   für die Selbstinduktion pro Längeneinheit.


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6.3 Antwort zu H1



Zur Berechnung der Magnetfelder der Doppelkabelanordnungen benutzt man das Ampèresche Gesetz, zweckmäßigerweise in der Form


wobei die (orientierte) Randkurve der Fläche darstellt (unterdrücke die Zeitabhängigkeit im Folgenden). Infolge der Zylindersymmetrie kann man voraussetzen, das die magnetische Feldstärke die Form


hat, also auf Kreisen um die Zylinderachse konstant ist und tangential zu den Kreisen gerichtet ist (Abb. 0.1).

Abbildung 0.1: Koordinaten


Man benutzt dann



   Wie lautet die Stromdichte im Fall (a)?   Berechne das Magnetfeld.


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6.3 Antwort zu H2



Im Fall (a) fließt in dem (dünnwandigen) inneren Hohlrohr der Strom , in dem äußeren (ebenfalls dünnwandigen) der Strom Diese Situation wird in Zylinderkoordinaten (bzw. ebenen Polarkoordinaten) durch die Stromdichte


dargestellt. Es gilt dann für Kreisflächen mit und


und folglich


In dem Zwischengebiet ist


Das zugehörige Kurvenintegral ist


so dass man


erhält. Das Magnetfeld in dem Zwischenraum entspricht dem Magnetfeld eines (geraden) Drahtes entlang der Zylinderachse. Die magnetische Induktion in dem Zwischenraum ist



   Wie lautet die Stromdichte im Fall (b)?   Berechne das Magnetfeld in diesem Fall.


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6.3 Antwort zu H3



Im Fall (b) fließt durch den inneren Vollzylinder ebenfalls der Strom durch den äußeren (dickwandigen) Hohlzylinder der Strom Die uniforme Stromdichte kann somit nach dem Muster Strom/Fläche in der Form dargestellt werden: Innerer Zylinder:


Äußerer Zylinder:


Damit erhält man für das Integral über die Stromdichte die folgenden Teilresultate


Der effektive in der jeweiligen Fläche eingeschlossene Strom ist in Abbildung 0.2 dargestellt.

Abbildung 0.2: Effektiver Strom als Funktion von (Fall b)


Die magnetische Feldstärke (Abb. 0.3 )

Abbildung 0.3: Die magnetische Feldstärke (Fall b)


ist demnach in den vier Gebieten


Die Relation zwischen der Feldstärke und der Induktion ist eine lokale Aussage. Es ist also auch hier Punkt für Punkt


falls eine Magnetisierung des Leitermaterials vernachlässigt wird.

   Wie kann man den Selbstinduktionskoeffizienten   für die zwei Koaxialleiter berechnen?


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6.3 Antwort zu H4



Die Selbstinduktionskoeffizienten können über den magnetischen Fluss


berechnet werden. Die Fläche ist ein Rechteck, dessen eine Seite von der Zylinderachse bis zu dem Zylindermantel verläuft, die andere Seite ist eine Strecke der Länge in der Achsenrichtung (Abb. 0.4).

Abbildung 0.4: Details zur Berechnung des Selbstinduktionskoeffizienten



   Führe die Berechnung   des Selbstinduktionskoeffizienten für beide Fälle durch.


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6.3 Antwort zu H5



Die Fläche , über die integriert wird, ist ein Rechteck. Aus diesem Grund ist Man findet dann im Fall (a)


und somit für die Selbstinduktion pro Längeneinheit


Im Fall (b) berechnet man




Die Selbstinduktion pro Längeneinheit ist somit



   Vergleiche die Ergebnisse   für die Selbstinduktion pro Längeneinheit.


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6.3 Antwort zu H6



Lässt man in dem zweiten Beispiel den Radius gegen den Radius gehen (dünne Wand), so erhält man

Nebenrechnung


Der logarithmische Term entspricht dem Beitrag des Zwischenraums, der konstante Term dem Beitrag des leitenden Kerns in der Anordnung (b) wie die in Antwort 5 durchgeführte Auswertung des Integrals für diesen Fall zeigt.










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