Hinweise zur Lösung der Aufgabe 6.3
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Welches der Magnetfelder berechnet man? Bereite die zuständigen
Gleichungen
für die vorliegende Situation auf.
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Wie lautet die
Stromdichte im Fall (a)?
Berechne das Magnetfeld.
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Wie lautet die
Stromdichte im Fall (b)?
Berechne das Magnetfeld in diesem Fall.
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Wie kann man den
Selbstinduktionskoeffizienten
für die zwei Koaxialleiter berechnen?
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Führe die
Berechnung
des Selbstinduktionskoeffizienten für beide Fälle durch.
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Vergleiche die
Ergebnisse
für die Selbstinduktion pro Längeneinheit.
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
6.3 Antwort zu H1
Zur Berechnung der Magnetfelder der Doppelkabelanordnungen benutzt man
das Ampèresche Gesetz, zweckmäßigerweise in der Form
wobei
die (orientierte) Randkurve der Fläche
darstellt
(unterdrücke die Zeitabhängigkeit im Folgenden). Infolge
der Zylindersymmetrie kann man voraussetzen, das die magnetische
Feldstärke
die Form
hat, also auf Kreisen um die Zylinderachse konstant ist und tangential
zu den Kreisen gerichtet ist (Abb. 0.1).
Abbildung 0.1:
Koordinaten
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Man benutzt dann
Wie lautet die
Stromdichte im Fall (a)?
Berechne das Magnetfeld.
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6.3 Antwort zu H2
Im Fall (a) fließt in dem (dünnwandigen) inneren Hohlrohr der Strom
, in dem äußeren (ebenfalls dünnwandigen) der Strom
Diese
Situation wird in Zylinderkoordinaten (bzw. ebenen Polarkoordinaten) durch die
Stromdichte
dargestellt.
Es gilt dann für Kreisflächen
mit
und
und folglich
In dem Zwischengebiet
ist
Das zugehörige Kurvenintegral ist
so dass man
erhält. Das Magnetfeld in dem Zwischenraum entspricht dem Magnetfeld
eines (geraden) Drahtes entlang der Zylinderachse.
Die magnetische Induktion in dem Zwischenraum ist
Wie lautet die
Stromdichte im Fall (b)?
Berechne das Magnetfeld in diesem Fall.
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6.3 Antwort zu H3
Im Fall (b) fließt durch den inneren Vollzylinder ebenfalls der Strom
durch den äußeren (dickwandigen) Hohlzylinder der Strom
Die
uniforme Stromdichte kann somit nach dem Muster Strom/Fläche in der
Form dargestellt werden:
Innerer Zylinder:
Äußerer Zylinder:
Damit erhält man für das Integral über die Stromdichte die folgenden
Teilresultate
Der effektive in der jeweiligen Fläche
eingeschlossene Strom
ist in Abbildung 0.2 dargestellt.
Abbildung 0.2:
Effektiver Strom als Funktion von
(Fall b)
 |
Die magnetische Feldstärke (Abb. 0.3 )
Abbildung 0.3:
Die magnetische Feldstärke
(Fall b)
 |
ist demnach in den vier Gebieten
Die Relation zwischen der Feldstärke und der Induktion ist eine lokale
Aussage. Es ist also auch hier Punkt für Punkt
falls eine Magnetisierung des Leitermaterials vernachlässigt wird.
Wie kann man den
Selbstinduktionskoeffizienten
für die zwei Koaxialleiter berechnen?
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6.3 Antwort zu H4
Die Selbstinduktionskoeffizienten
können über den magnetischen Fluss
berechnet werden. Die Fläche
ist ein Rechteck,
dessen eine Seite von der Zylinderachse bis zu dem Zylindermantel
verläuft, die andere Seite ist eine Strecke der Länge
in der
Achsenrichtung (Abb. 0.4).
Abbildung 0.4:
Details zur Berechnung des Selbstinduktionskoeffizienten
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Führe die
Berechnung
des Selbstinduktionskoeffizienten für beide Fälle durch.
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6.3 Antwort zu H5
Die Fläche
, über die integriert wird, ist ein Rechteck. Aus diesem
Grund ist
Man findet dann im Fall (a)
und somit für die Selbstinduktion pro Längeneinheit
Im Fall (b) berechnet man
Die Selbstinduktion pro Längeneinheit ist somit
Vergleiche die
Ergebnisse
für die Selbstinduktion pro Längeneinheit.
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6.3 Antwort zu H6
Lässt man in dem zweiten Beispiel den Radius
gegen den Radius
gehen (dünne Wand), so erhält man
Der logarithmische Term entspricht dem Beitrag des Zwischenraums, der
konstante Term dem Beitrag des leitenden Kerns in der Anordnung (b)
wie die in Antwort 5 durchgeführte Auswertung des Integrals
für diesen Fall zeigt.
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2005