Lösung der Aufgabe 7.10
In einem Solenoid, in dem ein Wechselstrom
fließt, ist das Magnetfeld gleich (Kap. 5.2 (5.22))
Der Strom, der das Magnetfeld erzeugt, fließt in der
-Richtung. Die Wirbelstromdichte, die das Magnetfeld
umschließt, hat ebenfalls nur eine
-Komponente
die infolge der Symmetrie nur von der radialen Zylinderkoordinate
abhängt.
Die Differentialgleichung zur Bestimmung des Ortsanteils der Stromdichte
mit
ist eine Differentialgleichung für die Besselfunktion mit dem Index 1.
Die für
reguläre Lösung ist
wobei der Faktor
der infolge der Homogenität der
Differentialgleichung auftritt, noch zu bestimmen ist.
Das zugehörige Magnetfeld ist
Zur Bestimmung der Konstanten
benutzt man die Aussage, dass für
sein muss. Diese Bedingung liefert
Zur weiteren Diskussion der Lösungen benötigt man eine explizite Aussage
über die komplexe Größe
Man findet
mit
. Man kann aus diesem Grund die asymptotische Form
der Besselfunktionen benutzen
die mit
und
umgeschrieben werden kann.
Für große Werte von
dominiert der erste Term, so dass
man
erhält. Entsprechend findet man für
Mit diesen Ausdrücken lauten die Ortsanteile der Wirbelstromdichte und
des Feldes (in der oben angegebenen Näherung)
Betrachtet man die Funktion
so stellt man fest, dass die Wirbelströme vorwiegend an der Oberfläche
des Metallkerns fließen und dass das Magnetfeld, das in einem
nichtgefüllten Solenoid homogen ist, durch den Induktionseffekt aus dem
Inneren des Metallkerns verdrängt wird (Abb. 0.1).
Abbildung 0.1:
Pauschale Variation von
und
mit
(
,
)
 |
Die Zeitabhängigkeit der beiden Größen hat wegen
die Form von phasenverschobenen Wellen, die mit der Geschwindigkeit
in das Innere des Zylinders eindringen.
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005