Hinweise zur Lösung der Aufgabe 7.13
  1. Notiere (gemäß Kap. 7.2.3) die Standardansätze   für die Felder und das Skalarpotential der TEM-Mode.
  2. Löse die Differentialgleichung für das skalare Potential   mit Standardrandbedingungen auf Metallflächen.
  3. Bestimme die Felder   und diskutiere das Resultat.
  4. Diskutiere den Grenzfall   .



Zurück zur Aufgabenstellung
<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R. Dreizler C. Lüdde     2005






















































7.13 Antwort zu H1



Zur Diskussion der notwendigen Gleichungen dieses Problems benutzt man den Standardansatz (Kap. 7.2.3 (7.28))




Die Komponenten des elektrischen Feldes können durch eine skalare Funktion dargestellt werden (Kap. 7.2.3.1 (7.36))




Die Komponenten des - und des -Feldes sind durch die Relationen (Kap. 7.2.3.1 (7.33))




verknüpft. Die Differentialgleichung für die Funktion lautet in Zylinderkoordinaten (Kap. 7.2.3.1)



   Löse die Differentialgleichung für das skalare Potential   mit Standardrandbedingungen auf Metallflächen.


Zurück zu den Hinweisen


<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R. Dreizler C. Lüdde     2005






















































7.13 Antwort zu H2



Die Lösung der Differentialgleichung


muss den Randbedingungen


genügen. Da die Randbedingung nicht von der Variablen abhängt, kann die Lösung der Differentialgleichung ebenfalls nicht von abhängen


Die verbleibende gewöhnliche Differentialgleichung


hat die allgemeine Lösung


Die Integrationskonstanten gewinnt man aus




zu



   Bestimme die Felder   und diskutiere das Resultat.


Zurück zu den Hinweisen


<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R. Dreizler C. Lüdde     2005






















































7.13 Antwort zu H3



Das elektrische Feld hat nur eine radiale Komponente


das Magnetfeld entsprechend nur eine -Komponente


Die Konstante ist


Der physikalische Gehalt wird durch die Realteile dieser Funktion beschrieben, also durch den Faktor


anstelle der komplexen Exponentialfunktion. Eine Momentaufnahme des Feldlinienbildes in einer Ebene senkrecht zu der Ausbreitungsrichtung der Welle ist in (Abb. 0.1) angedeutet.

Abbildung 0.1: Feldlinienbild


Die Feldlinien schneiden sich (gemäß ) unter einem rechten Winkel. Beobachtet man das Zeitverhalten an einer Stelle mit der Koordinate in dem Hohlleiter, so variieren die Felder an jeder Stelle mit der Zeit gemäß dem Kosinusgesetz (Abb. 0.2).

Abbildung 0.2: Variation der Feldbeträge für mit



   Diskutiere den Grenzfall   .


Zurück zu den Hinweisen


<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R. Dreizler C. Lüdde     2005






















































7.13 Antwort zu H4



Geht der Radius des inneren Leiters gegen Null


so erhält man


Das Potential ist über dem gesamten Querschnitt konstant und die Felder verschwinden. Eine TEM-Welle kann in einem `Koaxialleiter` ohne Kern nicht existieren.












Zurück zu den Hinweisen              Zurück zur Aufgabenstellung              Zurück zum Inhaltsverzeichnis


<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R. Dreizler C. Lüdde     2005