Hinweise zur Lösung der Aufgabe 7.14
-
Gib die benötigten Grundgleichungen zur Diskussion der
TM-Mode
an.
-
Löse die
partielle Differentialgleichung
für die
-Komponente des elektrischen Feldes der TM-Mode.
-
Implementiere die
Randbedingungen.
Kommentiere.
-
Diskutiere die Situation für die TM-Mode
mit dem Index
.
-
Diskutiere die TM-Moden
mit dem Index
.
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Berechne die anderen
Feldkomponenten
der TM-Mode.
-
Löse die Differentialgleichung für die Komponente
in der
TE-Mode
und diskutiere die Randbedingungen.
-
Betrachte die
Phasengeschwindigkeit und Gruppengeschwindigkeit
einer Hohlleiterwelle (im Vakuum).
Werkzeuge
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005
7.14 Antwort zu H1
Für die Diskussion einer TM-Welle in einem Hohlleiter mit kreisförmigem
Querschnitt benutzt man Zylinderkoordinaten. Die Differentialgleichung
für die Funktion
lautet (Kap. 7.2.3.2)
wobei
ist. Diese Differentialgleichung ist mit der Randbedingung
zu lösen. Die anderen Feldkomponenten sind durch
zu berechnen. Die Zeitabhängigkeit aller Feldkomponenten
ist
Löse die
partielle Differentialgleichung
für die
-Komponente des elektrischen Feldes der TM-Mode.
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7.14 Antwort zu H2
Zur Lösung der Differentialgleichung
kann man den Separationsansatz
machen und erhält die Aussage
Die separierte (gewöhnliche) Differentialgleichung
hat infolge der Periodizitätsbedingung die Lösung
bzw. eine entsprechende reelle Funktion.
Die gewöhnliche Differentialgleichung für die Radialfunktion
ist die Differentialgleichung der Besselfunktionen mit ganzzahligen
Index (Math.Kap. 4.4.2). Die im Innern des Zylinders reguläre Lösung ist
Implementiere die
Randbedingungen.
Kommentiere.
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7.14 Antwort zu H3
Die Randbedingung
erfordert
Die zulässigen Werte für die Konstante
werden durch die
Nullstellen der Besselfunktionen (bei vorgegebenem Radius) bestimmt.
Diese sind für
, ganzzahlig, alle reell. So sind z.B. die ersten (der
unendlich vielen) Nullstellen der Funktion
(siehe Werkzeuge und Literaturliste)
Diskutiere die Situation für die TM-Mode
mit dem Index
.
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7.14 Antwort zu H4
Die erste Nullstelle führt auf die Relation
für das Quadrat der `Wellenzahl`.
Ist
negativ,
also imaginär, so entspricht die Welle mit
einer exponentiell gedämpften Welle in der
-Richtung, die sich in dem Hohlleiter nur über eine kurze Strecke
ausbreitet. Derartige Wellen werden als `cut-off`-Moden bezeichnet.
Wellen, die sich in dem Hohlleiter `unbegrenzt` ausbreiten, müssen
eine Frequenz haben, die größer als die Grenzfrequenz ist. Aus
folgt
Mit dem angegebenen Radius findet man, dass
größer als
sein, also im Hochfrequenzbereich liegen muss.
Diskutiere die TM-Moden
mit dem Index
.
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7.14 Antwort zu H5
Berücksichtigt man die Nullstellen der Besselfunktionen mit höherem
Index
etc., so findet man entsprechende Grenzfrequenzen
Abbildung 0.1:
Dispersionsrelationen der TM-Moden
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In der Darstellung (Abb. 0.1) ist
mit
aufgetragen. Man erkennt, dass
für jeden Frequenzwert (
) nur eine endliche Zahl von Moden existiert.
Durch Wahl der Frequenz der
eingespeisten Welle kann man den `Arbeitsbereich` und somit die
Funktionsweise des Hohlleiters regulieren.
Berechne die anderen
Feldkomponenten
der TM-Mode.
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7.14 Antwort zu H6
Zur Angabe der weiteren Feldkomponenten
kann man mit einer reellen Form der Lösung
für
arbeiten. Wählt man z.B. für den Index
so findet man
Die entsprechenden Komponenten
und
des Magnetfeldes
unterscheiden sich von den entsprechenden Komponenten des
-Feldes
nur um einen Faktor.
Abbildung 0.2:
Die Felder der TM-Moden
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Löse die Differentialgleichung für die Komponente
in der
TE-Mode
und diskutiere die Randbedingungen.
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7.14 Antwort zu H7
Für die TE-Moden ist die grundliegende Differentialgleichung
zu diskutieren. Der Radialanteil in
ist der gleiche wie für die TM-Mode
Die Randbedingung lautet zunächst: Die Tangentialkomponente des
-Feldes muss auf dem Rand des Hohlleiters verschwinden. Da jedoch
gilt, beinhaltet diese Forderung auch das Verschwinden der Normalkomponente
des
-Feldes. Für die
-Komponente des
-Feldes
gewinnt man wegen
letztlich die Aussage: Die Normalenableitung von
muss auf dem Rand
des Hohlleiters den Wert Null annehmen
Für die Mode mit
ist z.B.
Die Grenzfrequenz folgt hier aus der ersten Nullstelle von
zu
Diese Grenzfrequenz liegt oberhalb der niedrigsten Grenzfrequenz der
TM-Moden.
Betrachte die
Phasengeschwindigkeit und Gruppengeschwindigkeit
einer Hohlleiterwelle (im Vakuum).
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7.14 Antwort zu H8
Die Dispersionsrelation der Hohlleiterwelle (im Vakuum) kann in der
Form
geschrieben werden.
Aus den Definitionen (für den Fall einer monochromatischen Welle)
für die Phasengeschwindigkeit
für die Gruppengeschwindigkeit
gewinnt man die Aussagen: Die Phasengeschwindigkeit ist
Sie ist größer als die Lichtgeschwindigkeit. Da
sie keine Propagation eines Signals beschreibt, ist dies kein
Widerspruch zur Relativitätstheorie. Für die Gruppengeschwindigkeit
gilt
Das eigentliche Signal breitet sich mit einer Geschwindigkeit aus, die
kleiner als die Lichtgeschwindigkeit ist.
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