Ist das elektrische Feld stationär (), so geht die Lösung in
über.
Dies ist die Parameterdarstellung eines Kreises mit konstanten Radius, dessen
Mittelpunkt sich mit der Geschwindigkeit in der -Richtung bewegt
(Abb. 0.1).
Abbildung 0.1:
Bahnkurve für den Fall 1 (stationäres elektrisches Feld)
Die räumliche Bahnkurve ist somit eine Schraubenlinie entlang der Geraden
Wird das elektrische Feld vollständig abgeschaltet (), so sind die Koordinaten des
Mittelpunktes des Kreises
konstant. Der Radius ist
Der Mittelpunkt bewegt sich mit der Geschwindigkeit in die
-Richtung. Es liegt eine `normale` Schraubenlinie vor.
Schaltet man das Magnetfeld ab (), so ist die Lösung für die
- und die -Koordinate
Dies stellt eine Kosinusschwingung um eine Gerade parallel zu
dar (Abb. 0.2).
Abbildung 0.2:
Bahnkurve für den Fall 3 (abgeschaltetes Magnetfeld)
Um ein Bild von der räumlichen Bahnkurve zu gewinnen, muss man die
lineare Bewegung in die -Richtung einbeziehen.
Ist zusätzlich das elektrische Feld stationär, so folgt für die
-Koordinate
Die Projektion der Bahnkurve in die - Ebene ist
eine Wurfparabel mit der Beschleunigung in der Richtung des
elektrischen Feldes.
Stellt man das Magnetfeld so ein, dass
strebt, so erhält man durch eine Grenzwertbetrachtung
Für große Zeiten dominieren die Terme proportional zu
Diese Gleichungen beschreiben einen Kreis in der - Ebene mit
linear anwachsendem Radius
der mit der Bahngeschwindigkeit
durchlaufen wird.
Der Mittelpunkt des Kreises bewegt sich mit der Geschwindigkeit in der -
Richtung (Abb. 0.3).
Abbildung 0.3:
Bahnkurve für den Fall 4
(angepasstes Magnetfeld und zeitabhängiges elektrisches Feld)
Zieht man die zusätzlichen Beiträge zu und in Betracht,
so oszilliert der Mittelpunkt für kleinere Zeiten leicht um eine
Parallele zur -Achse.
Für
und lauten die Lösungen
der Bewegungsgleichung für die - und die -Richtungen
Es ist außerdem . Die Bewegung findet in der - Ebene statt.
Die Bahnkurve mit der Parameterdarstellung
Die Punktladung läuft ohne Ablenkung durch die stationären, homogenen Felder, falls
ist. Es ist dann und
Die Kombination von stationären - und -Feldern
mit der Einschussrichtung senkrecht zu den beiden orthogonalen Feldern
wird als Wienfilter bezeichnet. Schickt man einen Strahl von Teilchen
mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten in ein solches Filter, so
bewegen sich alle Teilchen, deren Geschwindigkeit die Filterbedingung
nicht erfüllt, nicht auf einer geraden Bahn und können aussortiert
werden. Das Filter selektiert nach Geschwindigkeit.