7.21 Das Betatron
Das Betatron, ein Kreisbeschleuniger, ist ein kompaktes
Gerät (Durchmesser von der Größenordnung Meter) mit dem
man Elektronen (die in der Frühzeit der Kernphysik auch Betateilchen
genannt wurden) auf hohe Geschwindigkeiten bringen kann.
Das Gerät arbeitet nach dem Transformatorprinzip. Die
Sekundärwicklung wird durch ein kreisförmiges Vakuumrohr ersetzt, in dem Elektronen
durch ein induziertes elektrisches Feld beschleunigt werden. Einsatz
findet das Gerät z.B. in der direkten Strahlentherapie oder zur Erzeugung
von harter Röntgenstrahlung. Die Arbeitsweise dieses Gerätes wird
hier andeutungsweise vorgestellt.
Aufgabenstellung
In einem Betatron werden Elektronen durch ein elektrische Ringfeld,
das durch ein zeitlich veränderliches Magnetfeld erzeugt wird,
beschleunigt.
Abbildung 0.1:
Schnitt durch ein Betatron
|
Elektronen werden in eine Ebene zwischen den Polschuhen eingeschossen
(wobei zur Diskussion ideale Symmetrie der Anordnung vorausgesetzt wird).
Sie sollen in dieser Ebene und auf einem Sollkreis bleiben (Abb. 0.1).
Welche Bedingungen müssen die Komponenten des elektromagnetischen
Feldes erfüllen,
- damit das elektrische Feld nur eine Komponente hat, die das Elektron
entlang der Kreisbahn beschleunigt?
- damit ein Elektron auf einem Kreis mit festem Radius
bleibt, wenn
es auf diesen Kreis gebracht wird?
Die Stabilitätsbedingung des Betatrons gewinnt man durch Untersuchung
der Bewegungsgleichungen eines Elektrons (Ladung
, Masse
), die
aufgrund der Anforderung an die Felder und der Bedingungen an die Koordinaten
vereinfacht werden können.
Rechne im CGS System.
Fragen
zur schrittweisen Gewinnung der Lösung
Aufruf
der Lösung
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005