7.23 Der klassische Zeemaneffekt
Im Jahr 1896 beobachtete P. Zeeman die Aufspaltung von Spektrallinien
in Magnetfeldern. Misst man die Strahlung in Richtung des
homogenen Magnetfeldes, so findet man zwei um den gleichen Betrag nach
höheren bzw. niedrigeren Frequenzen verschobene Linien. Zur
Erklärung kann man sich (H.A. Lorentz folgend) das atomare Elektron
als ein um den Kern oszillierendes (kreisendes) Teilchen vorstellen.
Die Frequenz dieser Kreisbewegung entspricht der Grundfrequenz der
ausgesandten Strahlung, die durch das Anlegen eines
zusätzlichen Magnetfeldes modifiziert wird. Neben der Modifikation,
die hier zu berechnen ist, könnte man mit den Methoden von Aufg. 7.22
weitere Details der Abstrahlung berechnen (Ausführung freigestellt).
Es ist noch zu bemerken, dass der hier angesprochene normale
Zeemaneffekt noch mit den Methoden der klassischen Physik interpretiert
werden kann. In einer großen Anzahl von Fällen ist die Situation
jedoch bedeutend komplizierter (größere Anzahl von Linien,
kompliziertes Aufspaltungsmuster). Zur Erklärung dieses anomalen
Zeemaneffekts muss man die Quantenmechanik bemühen.
Aufgabenstellung
Ein Elektron (Ladung
, Masse
), das sich unter dem Einfluss einer
harmonischen Kraft
in der
-
Ebene bewegt, wird dem zusätzlichen Einfluss eines homogenen
Magnetfeldes
ausgesetzt. Berechne die
Parameterdarstellung der Bahnkurven für den
Fall eines schwachen Magnetfeldes, charakterisiert durch
Kommentiere. Beschreibe (im Anklang an die Aufgabe 7.22) das
Abstrahlungsmuster.
Rechne im CGS System.
Fragen
zur schrittweisen Gewinnung der Lösung
Aufruf
der Lösung
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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung> R. Dreizler C. Lüdde
2005