Hinweise zur Lösung der Aufgabe 7.3
  1. Berechne die Spektralfunktion   der Eingangsspannung. Nützliche Abkürzungen der Notation sind , und .
  2. Gib den Ausdruck für die Berechnung der Spannung   an dem Widerstand an. (Benutze zweckmäßigerweise eine Abkürzung wie .)
  3. Was muss man zur Berechnung der Spannung in den verschiedenen Zeitintervallen   beachten?
  4. Berechne die Spannung an dem Widerstand in dem aktiven, dem zweiten Zeitintervall   ().
  5. Berechne die Spannung an dem Widerstand für das erste Zeitintervall   ().
  6. Bestimme die Spannung an dem Widerstand in dem letzten Zeitintervall   .
  7. Diskutiere das Gesamtresultat und   die Spezialfälle



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7.3 Antwort zu H1



Der vorgegebene Spannungsstoß kann mit der angegebenen Notation ( , und ) in dem Intervall in der Form


dargestellt werden. Zur Berechnung der Spektralfunktion des Anfangsimpulses ist das Integral


auszuwerten. Das Ergebnis der (elementaren) Rechnung ist





Nebenrechnung
bzw. mit der angegebenen, zusätzlichen Umbenennung der Variablen





   Gib den Ausdruck für die Berechnung der Spannung   an dem Widerstand an. (Benutze zweckmäßigerweise eine Abkürzung wie .)


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7.3 Antwort zu H2



Die Spannung an dem Widerstand ist gemäß Aufgabe 7.2 durch die Auswertung von


zu berechnen. Mit


und


findet man





   Was muss man zur Berechnung der Spannung in den verschiedenen Zeitintervallen   beachten?


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7.3 Antwort zu H3



Es stehen zwei Integrale der Form




zur Auswertung an . Gesucht ist das Integral über die reelle Achse. Um dieses zu bestimmen, ist die Kontur so zu wählen, dass der große Halbkreis keinen Beitrag liefert. Diese Wahl wird durch die in enthaltene Exponentialfunktion bestimmt. Hat man die Kontur festgelegt, so ist der Beitrag des kleinen Halbkreises und das Integral über die Kontur zu berechnen.

   Berechne die Spannung an dem Widerstand in dem aktiven, dem zweiten Zeitintervall   ().


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7.3 Antwort zu H4



Betrachte zunächst das Integral mit


Ist , so strebt gegen Null, falls mit ist und geht. Das Integral entlang der reellen Achse ist also durch einen großen Halbkreis in der oberen Halbebene zu schließen (siehe Abb. 0.1). Das Integral über den großen Halbkreis trägt nicht bei.

Abbildung 0.1: Kontur für die Integration von im Intervall


Das Integral über die in der Abbildung 0.1 angedeutete Kontur die den Pol bei umgeht, ergibt nach der Integralformel von Cauchy




Das Integral über den kleinen Halbkreis kann mit dem Ansatz explizit ausgerechnet werden. Es ist dann


und man erhält


Der Integrand ist eine stetige Funktion von , so dass man den Grenzübergang und die Integration vertauschen kann


Es bleibt die Aussage (RA=reelle Achse)


In dem zweiten Integral mit


strebt gegen Null, falls mit und ist. Spart man hier den Pol bei wie in der Abb. 0.2

Abbildung 0.2: Kontur für die Integration von im Intervall


gezeigt, aus, so folgt nach dem Cauchyschen Hauptsatz


da die zweite Polstelle in der oberen Halbebene liegt. Die explizite Berechnung des Beitrages des Halbkreises ergibt, da nun die Integrationsgrenzen und sind,


und somit den Gesamtbeitrag der Funktion


Insgesamt erhält man für in dem Intervall





   Berechne die Spannung an dem Widerstand für das erste Zeitintervall   ().


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7.3 Antwort zu H5



Für muss man die Integration entlang der reellen Achse sowohl für als auch für durch einen Halbkreis in der unteren Halbebene ergänzen (Abb. 0.3). Das Integral über die Kontur


enthält keine Polstellen, ergibt also den Wert Null.

Abbildung 0.3: Kontur für die Integration von und im Intervall


Die Beiträge über den kleinen Halbkreis kompensieren sich, da im der Term und in der Term auftritt und für beide Funktionen der Ursprung in der gleichen Weise umgangen wird. Insgesamt erhält man also (wie eigentlich zu erwarten)



   Bestimme die Spannung an dem Widerstand in dem letzten Zeitintervall   .


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7.3 Antwort zu H6



Für ergibt sich die folgende Situation: Für beide Anteile ist die Kontur zuständig (Abb. 0.4),

Abbildung 0.4: Kontur für die Integration von und im Intervall


so dass sich die Beiträge des Pols bei abermals kompensieren. Es bleibt die Aussage


wobei nur noch die Polstelle bei beiträgt


Damit erhält man in dem Zeitintervall für die Spannung an dem Widerstand





   Diskutiere das Gesamtresultat und   die Spezialfälle


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7.3 Antwort zu H7



Die Funktion in den drei Intervallen ist in den Abbildungen 0.5 bis 0.8 dargestellt. Aufgetragen ist (in beliebigen Einheiten) als Funktion von Das Zeitintervall wurde zu gewählt. Das Verhalten der Funktion für und in den ersten zwei Abbildungen ähnelt dem Resultat der Aufg. 7.2, wobei jedoch die jeweiligen Sprünge durch die Größe der jeweiligen Potentialwerte bestimmt sind.


   
Abbildung 0.5: Der Fall ( )
Abbildung 0.6: Der Fall ( )


Für erhält man noch einmal das Resultat der Aufg. 7.2. Ist , so unterbleibt der erste Sprung (Abb. 0.7), man findet einen stetigen Anstieg des Potentials mit dem Sägezahn bis zu dem Zeitpunkt . Es folgt dann der Sprung. Ist , so findet nach dem Sprung bei kein weiterer Sprung statt,

Abbildung 0.7: Der Fall und


es schließt sich die Abklingphase stetig an (Abb. 0.8). In jedem der Fälle bedingt ein positiver/ negativer Sprung der Eingangsspannung einen positiven/negativen Sprung der Spannung an dem Widerstand.

Abbildung 0.8: Der Fall und


Eine Kombination von drei Zeitintervallen mit den Potentialwerten


würde die Simulation eines stetigen Ein/Ausschaltvorgangs erlauben. Weitere Kombinationen sind natürlich möglich.


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