Benutzt man die Notation
, und , so kann
der vorgegebene Spannungsstoß in dem Intervall in der Form
dargestellt werden. Die Spektralfunktion des Anfangsimpulses ist
Die Spannung an dem Widerstand ist gemäß Aufgabe 7.2 durch die
Auswertung von
zu berechnen. Mit
und
findet man
Es stehen zwei Integrale
zur Auswertung an . Gesucht ist das Integral über die
reelle Achse. Um dieses zu bestimmen, ist die Kontur so zu wählen,
dass der große Halbkreis keinen Beitrag liefert.
Diese Wahl wird durch die in enthaltene Exponentialfunktion
bestimmt. Hat man die Kontur festgelegt, so ist der Beitrag des kleinen
Halbkreises und das Integral über die Kontur zu berechnen.
Für erhält man in dem Intervall
außerdem ist
und in dem Zeitintervall
Die Funktion in den drei Intervallen ist in den Abbildungen 0.1
bis 0.4 dargestellt.
Aufgetragen ist (in beliebigen Einheiten) als Funktion von
Das Zeitintervall wurde zu gewählt.
Das Verhalten der Funktion für
und
in den ersten zwei Abbildungen ähnelt dem Resultat der
Aufg. 7.2, wobei jedoch die jeweiligen Sprünge durch die Größe
der jeweiligen Potentialwerte bestimmt sind.
Abbildung 0.1:
Der Fall
(
)
Abbildung 0.2:
Der Fall
(
)
Für erhält
man noch einmal das Resultat der Aufg. 7.2.
Ist , so
unterbleibt der erste Sprung (Abb. 0.3), man findet einen
stetigen Anstieg des Potentials mit dem Sägezahn
bis zu dem Zeitpunkt . Es folgt dann der Sprung.
Ist , so findet
nach dem Sprung bei kein weiterer Sprung statt,
Abbildung 0.3:
Der Fall und
es schließt sich die
Abklingphase stetig an (Abb. 0.4). In jedem der Fälle bedingt ein positiver/
negativer Sprung der Eingangsspannung einen positiven/negativen Sprung
der Spannung an dem Widerstand.
Abbildung 0.4:
Der Fall und
Eine Kombination von drei Zeitintervallen mit den Potentialwerten
würde die Simulation eines stetigen Ein/Ausschaltvorgangs erlauben.
Weitere Kombinationen sind natürlich möglich.