Lösung der Aufgabe 7.4



Die Spannung an dem Kondensator ist Gemäß der Relation gilt für den über den Kondensator fließenden Wechselstrom


Für die Spannung an dem Ohmschen Widerstand folgt aus dem Ohmschen Gesetz


Die Spannung an der Spule ( infolge der Erdung) wird durch die Selbstinduktion reduziert, so dass nach dem Ohmschen Gesetz hier


gilt. Kombination dieser drei Aussagen bei Elimination der Potentialwerte und ergibt eine Differentialgleichung für den in dem Kreis fließenden Wechselstrom


wobei der gesamte Ohmsche Widerstand in dem Stromkreis ist. Um die lineare Differentialgleichung zweiter Ordnung formal zu lösen, benutzt man die Darstellung der Eingangsspannung


und des Stromes


durch Fourierintegrale. Damit findet man die algebraische Gleichung


die einen Zusammenhang zwischen den zwei Spektralfunktionen und darstellt. Ist so findet man als Relation zwischen dem Strom und der Eingangsspannung


Aus dieser Relation kann man den komplexen Wechselstromwiderstand ablesen


mit dem Betrag und der Phase


und


Für den Strom erhält man


Der Strom bleibt hinter der Spannung um den Winkel zurück. Es tritt keine Phasenverschiebung auf, wenn


ist. Der Wechselstromwiderstand entspricht für diese Frequenz dem (gesamten) Ohmschen Widerstand in dem Stromkreis. Die Potentialwerte an den Punkten vor und nach dem Widerstand hängen mit der Eingangsspannung in der folgenden Weise




zusammen. Die Spannung an dem Widerstand ist somit


Auch dieses Resultat kann man in der Form


mit




angeben. Die Amplitude der Spannung an dem Widerstand ist proportional zu der Eingangsspannung. Der Proportionalitätsfaktor ist durch das Verhältnis des Widerstandes zu dem Wechselstromwiderstand gegeben. Die Tatsache, dass die Phasenverschiebungen von und dem Strom übereinstimmen, entspricht der anfangs gemachten Aussage




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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R. Dreizler C. Lüdde     2005