Hinweise zur Lösung der Aufgabe 7.7
  1. Man kann sich auf die Betrachtung einer linear polarisierten   ebenen Welle beschränken. Warum?
  2. Wähle ein Koordinatensystem und notiere die elektromagnetischen Felder   der ebenen Wellen in den drei Medien.
  3. Welche Bedingungen gelten an den Grenzschichten   zwischen den Medien?
  4. Notiere diese Bedingungen   im Detail.
  5. Was folgt aus der Forderung nach der Abwesenheit   von Reflexion in Medium 1?
  6. Werte die aus dieser Forderung folgende Bedingung   rechentechnisch aus.
  7. Die Bedingung ergibt eine komplexe Gleichung. Trenne Real- und Imaginärteil.  
  8. Diskutiere die Konsequenzen,   die den so gewonnenen Bedingungen entnommen werden können.



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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R. Dreizler C. Lüdde     2005






















































7.7 Antwort zu H1



Bei senkrechtem Einfall ist in der Ebene der Grenzflächen keine Richtung ausgezeichnet. Man kann eine beliebig polarisierte ebene Welle aus zwei gleichberechtigten linear polarisierten superponieren.

   Wähle ein Koordinatensystem und notiere die elektromagnetischen Felder   der ebenen Wellen in den drei Medien.


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7.7 Antwort zu H2



In den Medien 1 und 2 gibt es eine einfallende und eine reflektierte ebene Welle. Bei senkrechtem Einfall und linearer Polarisation kann man mit der Koordinatenwahl gemäß Abb. 0.1 die elektromagnetischen Felder in der folgenden Form ansetzen (vergleiche Kap. 7.2.1)

Abbildung 0.1: Koordinatenwahl



   Welche Bedingungen gelten an den Grenzschichten   zwischen den Medien?


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7.7 Antwort zu H3



An den Grenzschichten zwischen den Medien sind infolge der vorgelegten Geometrie nur Tangentialkomponenten der Felder vorhanden. Für diese gilt Stetigkeit der Komponenten des elektrischen Feldes als auch (wegen der Voraussetzung ) der Komponenten der magnetischen Induktion.

   Notiere diese Bedingungen   im Detail.


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7.7 Antwort zu H4



Diese Bedingungen führen auf die Aussagen

   Was folgt aus der Forderung nach der Abwesenheit   von Reflexion in Medium 1?


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7.7 Antwort zu H5



Bringt man die Bedingung ein, dass in dem Medium 1 keine reflektierte Welle auftreten soll (), so stellen die vier Anschlussbedingungen ein homogenes lineares Gleichungssystem für die vier unbekannten Feldamplituden , , , dar. Die Bedingung für eine nicht triviale Lösung ist das Verschwinden der Koeffizientendeterminante. Man kann dann (analog zu Kap. 7.2.1) das Gleichungssystem nach etc. auflösen. Zum Mechanismus ist das folgende zu bemerken: In dem Medium 2 existiert eine reflektierte Welle (), die jedoch an der Grenzfläche zwischen den Medien 1 und 2 wieder reflektiert wird.

   Werte die aus dieser Forderung folgende Bedingung   rechentechnisch aus.


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7.7 Antwort zu H6



Die Determinante der Koeffizienten des linearen Gleichungssystems hat die Form


Zur Auswertung der Determinante entwickelt man am geschicktesten nach der ersten Spalte




und wertet die 3x3 Determinanten mit der Regel von Sarus aus.

Nebenrechnung
Zusammenfassend erhält man





   Die Bedingung ergibt eine komplexe Gleichung. Trenne Real- und Imaginärteil.  


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7.7 Antwort zu H7



Die Bedingung




kann man in Real- und Imaginärteil aufspalten. Es ist




sowie




Benutzt man das Additionstheorem, so erhält man die Bedingungen

Nebenrechnung





   Diskutiere die Konsequenzen,   die den so gewonnenen Bedingungen entnommen werden können.


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7.7 Antwort zu H8



Um die Gleichungen




zu sortieren, Das Ergebnis ist




Sind die Materialien in den Medien 1 und 3 verschieden, so ist die erste Bedingung nur erfüllbar, wenn die Kosinusfunktionen den Wert Null hat. Diese Aussage legt die möglichen Werte für die Schichtdicke des Mediums 2 fest


oder wahlweise


(bei Benutzung von oder dem Brechungsgesetz In der zweite Bedingung ist dann . Durch diese Bedingung wird die Brechungszahl des zweiten Mediums festgelegt




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