Lösung der Aufgabe 7.7



Bei senkrechtem Einfall ist in der Ebene der Grenzflächen keine Richtung ausgezeichnet. Man kann eine beliebig polarisierte ebene Welle aus zwei gleichberechtigten linear polarisierten superponieren. In den Medien 1 und 2 gibt es im Allgemeinen eine einfallende und eine reflektierte ebene Welle. Bei senkrechtem Einfall und linearer Polarisation kann man mit der Koordinatenwahl gemäß Abb. 0.1 die elektromagnetischen Felder in der folgenden Form ansetzen (vergleiche Kap. 7.2.1)

Abbildung 0.1: Koordinatenwahl


Die Anschlussbedingungen führen auf die Aussagen Ist (keine reflektierte Welle in dem Medium 1), so stellen die vier Anschlussbedingungen ein homogenes lineares Gleichungssystem für die vier unbekannten Feldamplituden , , , dar. Die Bedingung für eine nicht triviale Lösung ist das Verschwinden der Koeffizientendeterminante




Aufspaltung in Real- und Imaginärteil liefert die Aussagen




die auf




reduziert werden können. Sind die Materialien in den Medien 1 und 3 verschieden, so ist die erste Bedingung nur erfüllbar, wenn die Kosinusfunktionen den Wert Null hat. Diese Aussage legt die möglichen Werte für die Schichtdicke des Mediums 2 fest


oder wahlweise


(bei Benutzung von oder dem Brechungsgesetz In der zweite Bedingung ist dann . Durch diese Bedingung wird die Brechungszahl des zweiten Mediums festgelegt




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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R. Dreizler C. Lüdde     2005