Hinweise zur Lösung der Aufgabe 7.8
  1. Notiere die Maxwellgleichungen   im Vakuum (Luft) und im Metall.
  2. Stelle die ebenen Wellenlösung in dem Metall (mit komplexer Wellenzahl) durch ein Vektorpotential   dar.
  3. Notiere das Vektorpotential für die drei ebenen Wellen   des vorgestellten Problens.
  4. Welche Aussagen gewinnt man für die Wellenzahlen   aus den Anschlussbedingungen an der Grenzfläche?
  5. Nähere den Brechungsindex für große Werte von und analysiere das Vektorpotential der eindringenden Welle   in diesem Fall genauer.
  6. Gib die Bedingungen für die Vektorpotentiale an, durch die der Reflexionskoeffizient   gewonnen werden kann.
  7. Notiere die entsprechenden Gleichungen.  
  8. Sortiere die so gewonnenen Relationen,   um Beziehungen der Form und zu gewinnen. Betrachte speziell den Fall, dass die Leitfähigkeit groß ist.
  9. Definiere den Reflexionskoeffizienten (mittels des Vektorpotentials) und werte die Definition   in der Näherung ` groß` aus.
  10. Vereinfache das Resultat und betrachte den Transmissionskoeffizienten.  



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7.8 Antwort zu H1



In Luft (Vakuum) gelten die Maxwellgleichungen




in dem Metall




(vergleiche Kap. 7.2.2).

   Stelle die ebenen Wellenlösung in dem Metall (mit komplexer Wellenzahl) durch ein Vektorpotential   dar.


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7.8 Antwort zu H2



Für eine ebene Welle


kann man für die ersten zwei Maxwellgleichungen schreiben ( , zur Abkürzung)




Für das zugehörige Vektorpotential mit dem Ansatz (vergleiche Aufg. 7.6)


folgt aus dem Induktionsgesetz


Das Ampèresche Gesetz entspricht dann der Differentialgleichung


Hier erkennt man die komplexe Wellenzahl


bzw. den komplexen Brechungsindex



   Notiere das Vektorpotential für die drei ebenen Wellen   des vorgestellten Problens.


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7.8 Antwort zu H3



Mit der in Abbildung (Abb. 0.1)

Abbildung 0.1: Reflexion und Brechung


angedeuteten Wahl des Koordinatensystems lautet der Ansatz für das Vektorpotential der einfallenden, reflektierten und der eindringenden Welle:

   Welche Aussagen gewinnt man für die Wellenzahlen   aus den Anschlussbedingungen an der Grenzfläche?


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7.8 Antwort zu H4



Die Forderung nach der Übereinstimmung der Phasen in der Grenzfläche ergibt


Dies entspricht dem Reflexionsgesetz


und dem Brechungsgesetz


Man kann das letzte Resultat benutzen, um eine Aussage zu zu gewinnen: Es ist



   Nähere den Brechungsindex für große Werte von und analysiere das Vektorpotential der eindringenden Welle   in diesem Fall genauer.


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7.8 Antwort zu H5



Da ist, ist es für viele Zwecke ausreichend, den Brechungsindex durch


zu nähern und wegen den Einfluss der Einfallsrichtung zu vernachlässigen. Man erhält dann für


Die eindringende Welle wird also durch das Vektorpotential




dargestellt. Offensichtlich ist die Lösung mit dem positiven Vorzeichen zuständig. Das Vektorpotential, und damit die elektromagnetische Welle, klingt dann gemäß


ab. Die Größe entspricht der in Kap. 7.2.2 diskutierten Eindringtiefe.

   Gib die Bedingungen für die Vektorpotentiale an, durch die der Reflexionskoeffizient   gewonnen werden kann.


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7.8 Antwort zu H6



Um den Reflexionskoeffizienten zu bestimmen, benutzt man die Transversalitätsbedingung des Vektorpotentials (das Coulombgesetz)


und die Stetigkeit der elektromagnetischen Felder bei . Für die gewählte Geometrie reicht die Forderung nach der Stetigkeit der Normalkomponente der dielektrischen Verschiebung ( ) und der Tangentialkomponente(n) des elektrischen Feldes aus.

   Notiere die entsprechenden Gleichungen.  


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7.8 Antwort zu H7



Aus der Stetigkeit von und folgt die Stetigkeit von und in der Form




Aus der Transversalitätsbedingung folgt bei Benutzung von


die Relation



   Sortiere die so gewonnenen Relationen,   um Beziehungen der Form und zu gewinnen. Betrachte speziell den Fall, dass die Leitfähigkeit groß ist.


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7.8 Antwort zu H8



Benutzt man auf der linken Seite der Gleichung


die Aussage, das die - und die -Komponente der zwei Wellen durch


verknüpft sind, so kann man diese Gleichung mit Hilfe von


in der Form


sortieren. Zusammen mit der Gleichung für die Summe der zwei Amplituden im Medium 1 gewinnt man daraus die Relationen




die mit durch




genähert werden können.

   Definiere den Reflexionskoeffizienten (mittels des Vektorpotentials) und werte die Definition   in der Näherung ` groß` aus.


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7.8 Antwort zu H9



DerReflexionskoeffizient ist durch


definiert. Zur Auswertung benötigt man die Relationen




Damit erhält man (in der Näherung)


Da eine komplexe Größe ist


findet man für





   Vereinfache das Resultat und betrachte den Transmissionskoeffizienten.  


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7.8 Antwort zu H10



Eine etwas durchsichtigere Form erhaält man durch Addition und Subtraktion von geeigneten Termen


Der dominante Term im Nenner ist so dass man letztlich in konsistenter Näherung


schreiben kann. Der Transmissionskoeffizient ist dann


Da ist, wird der Hauptteil der einfallenden elektromagnetischen Welle reflektiert. Der Anteil, der nicht reflektiert wird, dient letzlich der Erwärmung des Metallblocks.







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