Lösung der Aufgabe 7.9



Eine zeitlich veränderliche magnetische Feldstärke erzeugt nach dem Induktionsgesetz ein elektrisches Wirbelstromfeld


vorausgesetzt es gilt die Materialgleichung


Das elektrische Feld erzeugt eine (wahre) Stromdichte gemäß der Verknüpfung der beiden Größen über die Leitfähigkeit


Das Ampèresche Gesetz


besagt dann, dass das bestehende Feld durch die induzierte Stromdichte modifiziert wird. Die Verschiebungsstromdichte kann vernachlässigt werden, falls


oder ( )


ist. Die Frequenz der Felder muss niedriger als die Frequenz von Röntgenstrahlung/UV-Licht sein. Kombination des reduzierten Ampèreschen Gesetzes


des Induktionsgesetzes


und der Relation


liefert die gesuchte Differentialgleichung




mit der komplexen Konstanten Zur Lösung der partiellen Differentialgleichung für die Wirbelstromdichte muss man die spezielle Geometrie festlegen. Ist das geschehen, und hat man eine allgemien Lösung gefunden, so kann man die durch die Wirbelströme modifizierte magnetische Feldstärke über


und das entsprechende elektrische Feld über


bestimmen. Die noch nicht festgelegten Integrationskonstanten werden durch die Rand- und Anschlussbedingungen für die Felder fixiert.


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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R. Dreizler C. Lüdde     2005