Lösung der Aufgabe 8.1



Die sechs Komponenten der elektromagnetischen Felder einer ebenen Welle




in relativistischer Notation


transformieren sich unter einer Lorentztransformation wie


Die Lorentztransformation greift nur an den Amplituden an. Dies bedeutet, dass in allen Inertialsystemen die gleiche Phase vorliegen muss. Definiert man den Vierervektor für die Wellenzahl als


so kann man die Invarianz der Phase in der Form


zum Ausdruck bringen. Aus der Transformation der Koordinaten folgt, dass sich der Viererwellenzahlvektor wie


transformieren muss. Für das Skalarprodukt gilt




Der Viererwellenzahlvektor ist ein Nullvektor des Minkowskiraumes. Ein Wellenzahlvektor (Abb. 0.1) mit

Abbildung 0.1: Andeutung einer ebenen Welle aus der Sicht von




aus der Sicht von transformiert sich mit einer Lorentztransformation, die eine Relativbewegung in der -Richtung beschreibt, in


aus der Sicht von . Die ebene Welle breitet sich aus der Sicht des Systems mit einer Dreierwellenzahl parallel zu der - Ebene aus. Die Wellenzahl selbst, die Frequenz und der Winkel in Bezug auf die (gemeisame) -Richtung sind jedoch verschieden. Der Vorgabe


entnimmt man die Aussagen




Mit den berechneten Komponenten des Vektors findet man


Auflösung dieser Relation nach der Funktion liefert die Aussage


Die Nullkomponente des Vektors


geht damit in


über. Die Dopplerverschiebung kann somit in der Form




dargestellt werden. In der ersten Gleichung ist die Dopplerverschiebung durch die Frequenz und die Ausbreitungrichtung in dem System dargestellt, in der zweiten durch die entsprechenden Größen in dem System . Die Relation zwischen den Winkeln für die Ausbreitungsrichtungen der ebenen Wellen aus der Sicht der beiden Systeme


beschreibt die Aberration des Lichtes (Abb. 0.2).

Abbildung 0.2: Wellenausbreitung aus der Sicht der zwei Inertialsysteme


Eine alternative Form gewinnt man durch Elimination von aus den Transformationsgleichungen für die Komponenten der Wellenzahl


Das in D.tail 8.1 angegebene Resultat lautet


Der Winkel ist der Winkel, um den die Position eines Sterns verschoben erscheint, wenn sich der Beobachter mit der Geschwindigkeit bewegt. Um diese Ergebnis mit dem vorliegenden zu vergleichen, muss man die folgenden Punkte beachten: Für kleine Werte der Relativgeschwindigkeit ist der Unterschied vernachlässigbar klein.


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<Elektrodynamik und spezielle Relativitätstheorie, Aufgabensammlung>  R. Dreizler C. Lüdde     2005