Hinweise zur Lösung der Aufgabe 8.4
  1. Wähle die Bezugssysteme und gib die Transformation   zwischen den Systemen an.
  2. Notiere (in allgemeiner Form) die Feldkomponenten   aus der Sicht des stationären Beobachters.
  3. Bereite die Überprüfung   der Maxwellgleichungen vor.
  4. Notiere die Feldkomponenten im Innern   der bewegten Kugel.
  5. Zeige, dass die Felder im Innern der Kugel aus der Sicht von   die Maxwellgleichungen erfüllen.
  6. Notiere die Feldkomponenten im Außenbereich   und überprüfe die Maxwellgleichungen.
  7. Diskutiere den Grenzfall der Galileitransformation.  



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8.4 Antwort zu H1



Die Bezugssysteme werden (Abb. 0.1) folgendermaßen gewählt:

Abbildung 0.1: Die Inertialsysteme


Das Zentrum der homogen geladenen Kugel markiert den Ursprung des Systems Dieses bewegt sich mit der Geschwindigkeit in der gemeinsamen -Richtung gegenüber dem System dem System des `stationären Beobachters` . Die Minkowskikoordinaten aus der Sicht von


und der Sicht von


werden durch die Lorentztransformation


verknüpft


Die geladene Kugel ruht in dem System und besitzt aus der Sicht dieses Systems das elektrische Feld (siehe z.B. Kap 1.3 (1.8))


Das elektromagnetische Feld aus der Sicht von wird durch die Transformation des Feldtensors berechnet


(die Inverse der Transformationsgleichung in Kap. 8.5.2).

   Notiere (in allgemeiner Form) die Feldkomponenten   aus der Sicht des stationären Beobachters.


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8.4 Antwort zu H2



In dem resultierenden Feldtensor



Nebenrechnung
liest man die Feldkomponenten aus der Sicht von ab. Dabei ist eine Umschreibung der Koordinaten mit




vorzunehmen. Das elektrische Feld ist


mit


Die -Komponente des elektrischen Feldes für Punkte innerhalb der Kugel ist z.B.


Für die magnetische Induktion


gilt die Aussage




Sie hat keine Komponente in der Bewegungsrichtung.

   Bereite die Überprüfung   der Maxwellgleichungen vor.


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8.4 Antwort zu H3



Zur Überprüfung der Maxwellgleichungen im Vakuum




benötigt man noch die Viererstromdichte aus der Sicht von In dem System gilt


Für den transformierten Vierervektor findet man mit


die Viererstromdichte aus der Sicht des stationären Beobachters


Hier liest man ab, dass die Dichte in dem System durch und die Stromdichte (jeweils innerhalb der Kugel) durch


charakterisiert wird. Der Faktor beschreibt die Längenkontraktion der bewegten Kugel in der -Richtung .

   Notiere die Feldkomponenten im Innern   der bewegten Kugel.


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8.4 Antwort zu H4



Bei der weiteren Betrachtung muss man die Punkte im Innern der Kugel und Punkte außerhalb der Kugel unterscheiden. Im Innern


gilt für das elektrische Feld


mit


Der Faktor beschreibt in der Form die Längenkontraktion der bewegten Kugel. Die magnetische Induktion ist



   Zeige, dass die Felder im Innern der Kugel aus der Sicht von   die Maxwellgleichungen erfüllen.


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8.4 Antwort zu H5



Die zur Überprüfung der Maxwellgleichungen in Innern der Kugel benötigten Terme sind ( )




Die Maxwellgleichungen




sind trivialerweise erfüllt. Für die Quellgleichung des elektrischen Feldes findet man


Die Gesamtladung ist aus der Sicht der zwei Bezugssysteme gleich groß. Das erweiterte Ampèresche Gesetz


entspricht




Auch diese Maxwellgleichung ist erfüllt.

   Notiere die Feldkomponenten im Außenbereich   und überprüfe die Maxwellgleichungen.


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8.4 Antwort zu H6



Im Außenbereich sind die Komponenten der elektromagnetischen Felder




Für die Berechnung der benötigten Ableitungen benutzt man




Damit findet man




Da


ist, folgt







Die Quellgleichung sind direkt erfüllt. Für die Maxwellgleichungen mit den Zeitableitungen findet man




und




Auch diese Gleichungen sind explizit erfüllt.

   Diskutiere den Grenzfall der Galileitransformation.  


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8.4 Antwort zu H7



Um die Frage zu beantworten, inwieweit die Aussagen sich verändern, wenn man die Galilei- anstelle der Lorentztransformation benutzt, ist die Grenzwertbetrachtung mit


nicht der korrekte Weg. Man würde nur feststellen, dass alle vier Maxwellgleichungen (natürlich!) auch in diesem Grenzfall gültig sind. Benutzt man die Galileitransformation, so wird die Transformationsmatrix unsymmetrisch. Behält man die Minkowskischreibweise bei, so lautet die Matrix der Galileitransformation


Benutzt man diese Transformationsmatrix in


so erhält man kein magnetisches Feld in dem stationären System Diese Aussage ist offensichtlich nicht korrekt.






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