Detail 2.1

Berechnung des elektrischen Potentials einer Kugel und eines Kreisrings (homogen geladen)

Das elektrische Feld einer homogen geladenen Kugel kann man auch gewinnen, indem man zunächst deren Potential berechnet und dessen Gradienten bestimmt. Bei der Berechnung des Potentials kann man eine Aufteilung der Kugel in infinitesimale Volumenelemente mittels Kugelkoordinaten vornehmen und die Symmetrie des Problems ausnutzen. Zusätzlich folgt eine kurze technische Bemerkung zu der Berechnung des Potentials eines Kreisringes.

(a) Das Potential der Kugel

Das Potential einer homogen geladenen Kugel mit dem Radius ist durch das Integral


bestimmt. Die konstante Raumladungsdichte innerhalb der Kugel ist


Legt man den Koordinatenursprung in den Mittelpunkt der Kugel, so genügt es infolge der Symmetrie z.B. einen Feldpunkt auf der -Achse zu betrachten. In Kugelkoordinaten erhält man mit


für den Abstand der beiden Ortsvektoren


Mit dem Volumenelement


ergibt sich das Dreifachintegral




Die -Integration kann sofort ausgeführt werden. Das Integral über den Polarwinkel kann mit der Substitution und


berechnet werden. Das Ergebnis nach diesem Schritt ist




Hier muss eine Fallunterscheidung vorgenommen werden, um die Auflösung der Wurzeln korrekt zu behandeln


Für den Fall gilt stets . Somit ist die Integration direkt ausführbar


Für muss der Integrationsbereich in die Bereiche und aufgespalten werden




Das elektrische Feld selbst erhält man mit .


(b) Zu dem Potential des Kreisringes

Bei der Diskussion dieses Problems fällt das Integral
(1)

an. Das Integral ähnelt einem vollständigen elliptischen Integral, doch tritt die obere Grenze anstelle von auf. Das folgende Argument zeigt jedoch, dass man das Integral auf die gewünschten Grenzen für ein vollständiges elliptisches Integral zurückführen kann. Der Integrand in der Gleichung (1) ist eine Funktion von Es gilt somit Aufspaltung des Integrals ergibt




Mit der Substitution in dem zweiten Term findet man




und somit



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<Elektrodynamik und Spezielle Relativitätstheorie, Details>  R. Dreizler C. Lüdde     2005